Sonneneruptionen sind plötzliche Ausbrüche elektromagnetischer Strahlung in der Atmosphäre der Sonne. Sie entstehen meist in aktiven Regionen nahe Sonnenflecken, wenn sich gespannte Magnetfelder neu ordnen und dabei große Energiemengen freisetzen.
Die Strahlung einer Eruption erreicht die Erde nach rund acht Minuten. Starke Ereignisse können die Ionosphäre verändern und dadurch Kurzwellenfunk sowie Navigationssignale beeinträchtigen. Für Menschen auf der Erdoberfläche besteht wegen der schützenden Atmosphäre keine unmittelbare Gefahr.
Sonneneruptionen werden nach ihrer Röntgenstrahlung in die Klassen A, B, C, M und X eingeteilt. X-Eruptionen sind die stärksten. Sie können gemeinsam mit Teilchenstürmen oder koronalen Massenauswürfen auftreten, sind mit diesen Erscheinungen jedoch nicht identisch.