MIRI: Webbs Blick auf das mittlere Infrarot 

MIRI ist das Mid-Infrared Instrument des James-Webb-Weltraumteleskops. Es beobachtet Strahlung im mittleren Infrarotbereich von ungefähr 5 bis 28 Mikrometern und kann sowohl Bilder als auch Spektren aufnehmen. Dadurch untersucht es unter anderem kühle Sterne, Staubwolken, junge Planetensysteme, Exoplaneten und weit entfernte Galaxien. 

Besonders wichtig ist MIRI, weil infrarotes Licht dichte Staubwolken durchdringen kann, die im sichtbaren Licht vieles verdecken. So lassen sich beispielsweise Regionen beobachten, in denen neue Sterne und Planeten entstehen. 

Damit die eigene Wärmestrahlung des Instruments die empfindlichen Messungen nicht stört, wird MIRI mit einem speziellen Kühlsystem auf etwa minus 266 Grad Celsius gekühlt. Es ist damit deutlich kälter als die übrigen Webb-Instrumente.