Die kosmische Hintergrundstrahlung ist schwache Mikrowellenstrahlung, die aus allen Richtungen des Himmels eintrifft. Sie entstand etwa 380.000 Jahre nach dem Urknall, als das Universum so weit abgekühlt war, dass sich Licht erstmals frei ausbreiten konnte.
Durch die weitere Ausdehnung des Universums wurde dieses ursprüngliche Licht stark gedehnt und abgekühlt. Heute besitzt die Strahlung eine Temperatur von nur rund 2,7 Kelvin.
Winzige Temperaturunterschiede zeigen, dass Materie im frühen Universum nicht vollkommen gleichmäßig verteilt war. Aus diesen Verdichtungen entwickelten sich später Sterne, Galaxien und große kosmische Strukturen. Satelliten wie COBE, WMAP und Planck kartierten die Hintergrundstrahlung. Ihre Messungen liefern wichtige Hinweise auf Alter, Zusammensetzung und Entwicklung des Universums.