KI-Satelliten: Wenn künstliche Intelligenz direkt im Orbit arbeitet 

KI-Satelliten nutzen Verfahren der künstlichen Intelligenz, um Daten bereits an Bord auszuwerten. Statt sämtliche Bilder und Messwerte zunächst zur Erde zu übertragen, können sie relevante Informationen selbst erkennen, sortieren oder verwerfen.

Das ist besonders bei Erdbeobachtungssatelliten interessant. Wolkenbedeckte Aufnahmen lassen sich beispielsweise schon im Orbit aussortieren, sodass nur nutzbare Daten übertragen werden müssen. Dadurch sinkt der Bedarf an Funkkapazität und Ergebnisse können schneller verfügbar sein.

Ein frühes Beispiel war der ESA-Satellit Φ-sat-1, der mithilfe eines KI-Chips Wolken in Erdaufnahmen erkannte. Künftige Systeme sollen noch stärker selbstständig auf Ereignisse reagieren und Beobachtungen anpassen.

KI macht einen Satelliten damit nicht völlig autonom, kann ihm aber deutlich mehr Entscheidungen direkt im Weltraum ermöglichen.