Mondlander: Sicherer Abstieg auf eine fremde Welt

Ein Mondlander ist ein Raumfahrzeug, das kontrolliert auf der Mondoberfläche aufsetzt. Es kann wissenschaftliche Geräte, Fahrzeuge, Fracht oder Menschen transportieren. Manche Lander bleiben dauerhaft auf dem Mond, andere besitzen eine Aufstiegsstufe für den Rückflug in eine Umlaufbahn.

Beim Abstieg bremsen Triebwerke die hohe Geschwindigkeit. Kameras, Radar oder Laser vermessen Höhe, Gelände und Hindernisse. Der Bordcomputer muss Gefahren wie Felsen, Krater und starke Neigungen erkennen, weil Funksignale zwischen Erde und Mond für eine unmittelbare Fernsteuerung zu lange unterwegs sind.

Die erste weiche Mondlandung gelang 1966 der sowjetischen Sonde Luna 9. Ihre Bilder zeigten, dass der Untergrund ein Raumfahrzeug tragen konnte. Moderne Mondlander untersuchen unter anderem Gestein, Strahlung und mögliche Wasservorkommen oder bereiten spätere bemannte Missionen vor.