Was unterscheidet Asteroiden Kometen und Meteoriten?

Asteroiden sind meist felsige oder metallreiche Himmelskörper, die die Sonne umkreisen. Viele befinden sich im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Ihre Größen reichen von kleinen Brocken bis zu Körpern mit mehreren Hundert Kilometern Durchmesser.

Kometen bestehen ebenfalls aus Gestein und Staub, enthalten aber zusätzlich gefrorene Stoffe wie Wasser, Kohlendioxid oder Kohlenmonoxid. Nähern sie sich der Sonne, erwärmen sich diese Stoffe und treten als Gas aus. Dadurch entstehen eine leuchtende Hülle und häufig ein Schweif. Viele Kometen stammen aus dem Kuipergürtel oder der weit entfernten Oortschen Wolke.

Meteoriten sind dagegen keine eigene Gruppe von Himmelskörpern im Weltraum. So werden Bruchstücke bezeichnet, die den Flug durch die Atmosphäre überstehen und auf der Oberfläche eines Planeten oder Mondes landen.

Vor dem Eintritt in die Atmosphäre heißt ein kleiner Gesteins- oder Metallkörper Meteoroid. Er kann von einem Asteroiden oder Kometen stammen. Beim Eindringen in die Atmosphäre erhitzt er sich und erzeugt eine sichtbare Leuchterscheinung. Diese wird Meteor genannt und umgangssprachlich als Sternschnuppe bezeichnet.

Die Begriffe beschreiben somit unterschiedliche Objekte oder Zustände: Asteroiden und Kometen bewegen sich im All, ein Meteor ist eine Lichterscheinung und ein Meteorit das am Boden angekommene Material.

Quellen
▪ NASA Science: „Asteroids, Comets, and Meteors“, abgerufen am 2. August 2026
▪ NASA: „What’s the Difference Between Asteroids, Comets and Meteors?“, 19. Oktober 2021
▪ European Space Agency: „Asteroids, Comets, Meteors and More – What’s the Difference?“, 19. Juni 2018

Kann ein Asteroid die Erde treffen

Ja, Asteroiden können die Erde treffen. Kleine Gesteinsbrocken dringen regelmäßig in die Atmosphäre ein. Die meisten verglühen vollständig oder zerbrechen, bevor sie den Boden erreichen. Sichtbar werden sie dabei als Meteore. Übrig gebliebene Bruchstücke heißen Meteoriten.

Größere Einschläge sind wesentlich seltener, können aber erhebliche Schäden verursachen. Ein Asteroid muss den Boden dabei nicht direkt erreichen. Beim Eintritt in die Atmosphäre kann er in großer Höhe explodieren und eine starke Druckwelle auslösen. Ein bekanntes Beispiel ist das Ereignis über Tscheljabinsk im Jahr 2013, bei dem zahlreiche Gebäude beschädigt und viele Menschen verletzt wurden.

Besonders große Asteroiden könnten ganze Regionen verwüsten oder weltweit Klima und Lebensbedingungen verändern. Solche Einschläge sind jedoch äußerst selten. Nach Angaben der NASA ist derzeit kein bekannter Asteroid mit mehr als 140 Metern Durchmesser bekannt, der in den kommenden 100 Jahren eine bedeutende Einschlagwahrscheinlichkeit besitzt.

NASA, ESA und andere Einrichtungen suchen deshalb systematisch nach erdnahen Objekten und berechnen ihre Umlaufbahnen. Wird eine Gefahr früh genug erkannt, könnte die Bahn eines Asteroiden möglicherweise verändert werden. Die NASA-Mission DART zeigte 2022 erstmals, dass der Aufprall einer Raumsonde die Umlaufbahn eines kleinen Asteroiden messbar verschieben kann.

Quellen
▪ NASA Science: „Planetary Defense Overview“, abgerufen am 2. August 2026
▪ European Space Agency: „Asteroids and Planetary Defence“, abgerufen am 2. August 2026
▪ NASA Science: „Planetary Defense – DART“, abgerufen am 2. August 2026