Kann man auf dem Mars leben

Menschen können auf dem Mars nicht ohne technische Schutzsysteme überleben. Die Atmosphäre besteht überwiegend aus Kohlendioxid, enthält kaum Sauerstoff und ist weniger als ein Hundertstel so dicht wie die Erdatmosphäre. Ohne Druckanzug würde der menschliche Körper deshalb nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt.

Hinzu kommen niedrige Temperaturen, starke Temperaturschwankungen und eine hohe Strahlenbelastung. Weil der Mars weder eine dichte Atmosphäre noch ein starkes globales Magnetfeld besitzt, erreicht deutlich mehr schädliche Strahlung seine Oberfläche als die Erde. Wohnräume müssten daher abgeschirmt werden, beispielsweise durch Wasser, spezielle Materialien oder eine Bedeckung aus Marsgestein.

Eine dauerhaft bewohnte Station wäre grundsätzlich denkbar. Sie müsste jedoch Luft, Wasser und Wärme bereitstellen, Abfälle aufbereiten und möglichst viele lebenswichtige Stoffe wiederverwenden. Nahrung könnte teilweise in geschlossenen Gewächshäusern erzeugt werden. Wassereis im Marsboden wäre möglicherweise als Trinkwasserquelle sowie zur Herstellung von Sauerstoff und Treibstoff nutzbar.

Das NASA-Experiment MOXIE hat bereits gezeigt, dass sich aus der kohlendioxidreichen Marsatmosphäre Sauerstoff gewinnen lässt. Für eine größere Siedlung müssten solche Verfahren jedoch wesentlich leistungsfähiger und dauerhaft zuverlässig arbeiten.

Menschen könnten somit in geschützten Anlagen auf dem Mars leben. Ein Leben im Freien oder unter erdähnlichen Bedingungen ist mit heutiger Technik nicht möglich.

Quellen
▪ European Space Agency: „Facts about Mars“, abgerufen am 1. August 2026
▪ NASA: „Humans to Mars“, abgerufen am 1. August 2026
▪ NASA: „Deep Space Habitation Overview“, abgerufen am 1. August 2026
▪ NASA Science: „Mars Exploration: Science Goals“, abgerufen am 1. August 2026

Warum ist Pluto kein Planet mehr

Pluto galt nach seiner Entdeckung im Jahr 1930 lange als neunter Planet des Sonnensystems. Im August 2006 ordnete ihn die Internationale Astronomische Union jedoch der neu geschaffenen Gruppe der Zwergplaneten zu. Pluto verschwand damit nicht aus dem Sonnensystem, sondern erhielt eine andere wissenschaftliche Einordnung.

Nach der damals beschlossenen Definition muss ein Planet drei Bedingungen erfüllen: Er umkreist die Sonne, besitzt durch seine eigene Schwerkraft eine annähernd runde Form und hat die Umgebung seiner Umlaufbahn weitgehend von anderen Objekten freigeräumt.

Pluto erfüllt die ersten beiden Voraussetzungen. Er bewegt sich um die Sonne und ist nahezu kugelförmig. Die dritte Bedingung erfüllt er jedoch nicht. Pluto befindet sich im Kuipergürtel jenseits der Neptunbahn, wo zahlreiche weitere eisige Himmelskörper ähnliche Bahnen ziehen. Seine Schwerkraft reicht nicht aus, um diesen Bereich zu beherrschen und vergleichbare Objekte aus seiner Umgebung zu entfernen.

Die Entdeckung weiterer großer Körper im Kuipergürtel, darunter Eris, machte eine einheitliche Definition notwendig. Andernfalls hätte die Zahl der Planeten deutlich erweitert werden können.

Die Entscheidung ist unter Fachleuten nicht völlig unumstritten. Nach der weiterhin gültigen offiziellen Einteilung zählt Pluto jedoch zu den Zwergplaneten. Seine Erforschung und wissenschaftliche Bedeutung werden dadurch nicht geringer.

Quellen
▪ Internationale Astronomische Union: „IAU 2006 General Assembly: Result of the IAU Resolution Votes“, 24. August 2006
▪ NASA Science: „Pluto Facts“, abgerufen am 1. August 2026
▪ NASA Science: „What Is a Planet?“, abgerufen am 1. August 2026

Was ist der Unterschied zwischen UFO und UAP

UFO ist die Abkürzung für „Unidentified Flying Object“, auf Deutsch „unidentifiziertes Flugobjekt“. Der Begriff bezeichnet zunächst nur etwas, das am Himmel beobachtet wurde und zum Zeitpunkt der Sichtung nicht eindeutig bestimmt werden konnte. Ein UFO ist deshalb nicht automatisch ein außerirdisches Raumfahrzeug.

UAP steht heute für „Unidentified Anomalous Phenomena“, also „unidentifizierte anomale Phänomene“. Zuvor wurde die Abkürzung häufig als „Unidentified Aerial Phenomena“ übersetzt. Die neuere Bezeichnung ist weiter gefasst: Sie kann Beobachtungen in der Luft, im Weltraum, auf oder unter Wasser sowie Phänomene einschließen, die sich scheinbar zwischen diesen Bereichen bewegen.

Der Ausdruck UAP wird vor allem von wissenschaftlichen Einrichtungen und staatlichen Untersuchungsstellen verwendet. Er soll sachlicher sein und die Untersuchung nicht von vornherein auf ein festes Flugobjekt beschränken. Auch ungewöhnliche Sensordaten oder schwer einzuordnende Erscheinungen können darunterfallen.

Beide Begriffe bedeuten lediglich, dass eine Beobachtung noch nicht identifiziert wurde. Viele Fälle lassen sich später durch Ballons, Fluggeräte, Vögel, Wettererscheinungen, technische Störungen oder unzureichende Daten erklären. Ein ungeklärter UAP-Fall ist daher kein Beweis für außerirdische Technik.

Quellen
▪ All-domain Anomaly Resolution Office: „Introduction to UAP“, abgerufen am 1. August 2026
▪ NASA: „UAP Frequently Asked Questions“, abgerufen am 1. August 2026
▪ U.S. Department of Defense: „DOD Examining Unidentified Anomalous Phenomena“, 14. November 2024

Gibt es ausserirdisches Leben

Bislang wurde kein Leben außerhalb der Erde zweifelsfrei nachgewiesen. Ebenso gibt es keine belastbaren Belege dafür, dass außerirdische Lebewesen unseren Planeten besucht haben. Wissenschaftlich bleibt die Frage dennoch offen. 

Die Suche gehört zur Astrobiologie. Dieses Forschungsgebiet untersucht, wie Leben entsteht, unter welchen Bedingungen es bestehen kann und woran sich biologische Prozesse auf anderen Himmelskörpern erkennen lassen. Besonders interessant sind Orte, an denen flüssiges Wasser, geeignete chemische Bausteine und nutzbare Energie vorhanden sein könnten. 

Im Sonnensystem gelten vor allem der Mars sowie die Eismonde Europa und Enceladus als aussichtsreiche Ziele. Unter ihren Oberflächen könnten sich wasserreiche Umgebungen befinden. Außerhalb des Sonnensystems untersuchen Forschende die Atmosphären von Exoplaneten. Bestimmte Kombinationen von Gasen könnten Hinweise auf biologische Vorgänge liefern. Solche Biosignaturen wären jedoch noch kein endgültiger Beweis, da auch unbelebte chemische Prozesse ähnliche Spuren erzeugen können. 

Gesichert ist bisher nur, dass es im Universum zahlreiche Planeten und viele für Leben wichtige chemische Bestandteile gibt. Ob Leben häufig entsteht, äußerst selten ist oder nur auf der Erde vorkommt, zählt weiterhin zu den größten offenen Fragen der Wissenschaft. 

Quellen
▪ NASA Astrobiology Program: „About Astrobiology“, abgerufen am 1. August 2026
▪ NASA Science: „Can We Find Life?“, abgerufen am 1. August 2026
▪ European Space Agency: „Life on exoplanets?“, abgerufen am 1. August 2026
▪ National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine: „Independent Review of the Community Report from the Biosignature Standards of Evidence Workshop“, 2022

Was ist ein Schwarzes Loch

Ein Schwarzes Loch ist ein Bereich im Weltraum, dessen Materie so stark verdichtet ist, dass die Schwerkraft selbst Licht am Entkommen hindert. Die Grenze, ab der keine Rückkehr mehr möglich ist, wird Ereignishorizont genannt. Das Schwarze Loch selbst ist daher unsichtbar. 

Viele Schwarze Löcher entstehen, wenn besonders massereiche Sterne am Ende ihres Lebens zusammenbrechen. Daneben gibt es supermassereiche Schwarze Löcher mit Millionen oder Milliarden Sonnenmassen. Sie befinden sich vermutlich in den Zentren der meisten großen Galaxien. Im Zentrum unserer Milchstraße liegt Sagittarius A*.

Forschende weisen Schwarze Löcher vor allem durch ihre Wirkung auf die Umgebung nach. Sterne können sie auf engen Bahnen umkreisen. Gas und Staub sammeln sich häufig in einer sogenannten Akkretionsscheibe, erhitzen sich stark und senden unter anderem Röntgenstrahlung aus. Verschmelzen zwei Schwarze Löcher, erzeugen sie Gravitationswellen. 

Die Existenz Schwarzer Löcher und viele ihrer äußeren Eigenschaften gelten als gesichert. Offen bleibt jedoch, was sich hinter dem Ereignishorizont abspielt. Die Relativitätstheorie führt im Zentrum zu einer Singularität mit extremen physikalischen Bedingungen. Für eine vollständige Erklärung wäre wahrscheinlich eine Theorie nötig, welche Gravitation und Quantenphysik miteinander verbindet.

Quellen

▪ NASA: „Black Holes“, abgerufen am 1. August 2026
▪ NASA: „Anatomy of a Black Hole“, abgerufen am 1. August 2026
▪ ESA: „Black Holes“, abgerufen am 1. August 2026
▪ Max-Planck-Gesellschaft: „Schwarze Löcher“, abgerufen am 1. August 2026

5 Satellitenprogramme, die unseren Alltag praegen

Satelliten begleiten den Alltag oft unbemerkt. Landsat beobachtet seit 1972 die Landflächen der Erde. Die gemeinsam von NASA und USGS betriebene Missionsreihe dokumentiert Veränderungen von Wäldern, Städten, Gewässern, Feldern und Brandgebieten über Jahrzehnte hinweg.

Das europäische Copernicus-Programm nutzt die Sentinel-Familie für unterschiedliche Aufgaben. Radarsatelliten erfassen die Erdoberfläche auch nachts und bei Wolken, andere Instrumente untersuchen Vegetation, Ozeane, Eis, Atmosphäre und Meeresspiegel. Meteosat richtet seinen Blick dagegen aus geostationärer Position fortlaufend auf Europa, Afrika und den angrenzenden Atlantik. Die Wetterdaten helfen, Wolkenfelder, Gewitter und andere schnelle Entwicklungen früh zu erkennen.

GPS besteht nicht nur aus Satelliten. Zum amerikanischen Navigationssystem gehören außerdem Kontrollstationen und Empfangsgeräte. Satellitensignale ermöglichen die Bestimmung von Position und Zeit und werden unter anderem in Verkehr, Vermessung, Landwirtschaft, Kommunikation und Stromnetzen genutzt.

Starlink verfolgt ein anderes Ziel. Die von SpaceX betriebene Konstellation aus Satelliten in niedrigen Erdumlaufbahnen stellt Breitbandinternet bereit. Ihre große Zahl und regelmäßige Erweiterung zeigen zugleich eine neue Phase der Raumfahrt: Satelliten werden zunehmend als vernetzte Systeme betrieben. Damit wachsen auch die Anforderungen an Kollisionsvermeidung, sichere Umlaufbahnen und einen verantwortungsvollen Umgang mit dem erdnahen Weltraum.

Quellen:

▪ U.S. Geological Survey und NASA: Landsat Missions und Landsat Overview
▪ Europäische Weltraumorganisation ESA: Copernicus und The Sentinel Missions
▪ Europäische Weltraumorganisation ESA: Meteosat Third Generation
▪ National Coordination Office for Space-Based Positioning, Navigation, and Timing: GPS Overview
▪ Starlink: Satellite Technology und Space Safety