Die Besatzung der chinesischen Raumstation Tiangong hat während ihres 210-tägigen Aufenthalts mehrere neue Verfahren für biologische Experimente erprobt. Einzelheiten wurden am 5. August 2026 nach Abschluss der Mission von Shenzhou 21 vorgestellt. Erstmals in China gelang es demnach, Kirschtomaten und Weizen in der Schwerelosigkeit mithilfe eines feinen Nährstoffnebels zu kultivieren. Außerdem wurden Mäuse in einem geschlossenen System an Bord der Station gehalten.
Die Versuche sollen zeigen, wie Pflanzen unter Weltraumbedingungen effizient mit Wasser, Nährstoffen und Licht versorgt werden können. Solche Verfahren könnten für längere Aufenthalte im All wichtig werden, weil frische Lebensmittel nicht vollständig von der Erde geliefert werden müssten. Die Haltung von Mäusen schafft zugleich eine technische Grundlage, um die Wirkung von Schwerelosigkeit und Strahlung auf Säugetiere genauer zu untersuchen.
Nach der Rückkehr werden die gewonnenen Proben und Messdaten auf der Erde ausgewertet. Die Ergebnisse sollen in die Planung weiterer biologischer und medizinischer Experimente auf der chinesischen Raumstation einfließen.
Quellen
▪︎ Chinesisches Büro für bemannte Raumfahrt: „Treffen der Besatzung von Shenzhou 21 mit Medienvertretern nach ihrer Rückkehr“
▪︎ ScienceNet: „Besatzung von Shenzhou 21 erzielt mehrere erstmalige Fortschritte“

Pingback:Tiangong untersucht Folgen langer Raumflüge auf Gehirn und Körper – 7.West
Pingback:Hongkonger Klimakamera arbeitet auf Chinas Raumstation – 7.West