Auf der chinesischen Raumstation Tiangong untersuchen Forschende, wie längere Aufenthalte in der Schwerelosigkeit Gehirn, Knochen und Verhalten von Astronauten verändern. Wie am 16. August 2026 bekannt wurde, absolvierte die Besatzung von Shenzhou 23 unter anderem Messungen der Gehirnaktivität und Verhaltenstests zur Wahrnehmung physikalischer Vorgänge in der Schwerelosigkeit.
Weitere Experimente beschäftigen sich mit dem Knochenstoffwechsel sowie Veränderungen verschiedener körperlicher Systeme. Dafür nahm die Besatzung Blutproben und bereitete sie für wissenschaftliche Untersuchungen auf. Auch die Entscheidungsfähigkeit in Notfallsituationen und der emotionale Zustand der Astronauten werden während des Langzeitaufenthalts erfasst.
Die Untersuchungen sollen helfen, die Auswirkungen längerer Raumflüge auf den menschlichen Körper genauer zu verstehen. Dieses Wissen ist nicht nur für den dauerhaften Betrieb der Raumstation wichtig, sondern auch für künftige bemannte Missionen, bei denen Menschen wesentlich länger von der Erde entfernt leben und arbeiten könnten. Die Experimente werden während des weiteren Aufenthalts der Shenzhou-23-Besatzung fortgeführt.
Quellen
▪︎ CCTV News/China Daily: „空间站周记上新 多项科学实(试)验有序推进“, 16. August 2026
▪︎ CCTV News/Huanqiu: „空间站周记上新 多项科学实(试)验有序推进“, 16. August 2026
