Der Mond ist nicht nur nachts sichtbar. Auch am Tag kann er häufig am Himmel stehen und trotz des hellen Sonnenlichts gut zu erkennen sein.
Der Grund liegt in seiner Umlaufbahn um die Erde. Während eines Monats verändert sich seine Stellung gegenüber Sonne und Erde ständig. Dadurch geht der Mond zu unterschiedlichen Tageszeiten auf und unter. Je nach Mondphase kann er deshalb morgens, nachmittags, abends oder nachts über dem Horizont stehen.
Sichtbar wird der Mond, weil seine Oberfläche Sonnenlicht reflektiert. Dieses Licht ist stark genug, um sich auch gegen den aufgehellten Tageshimmel abzuheben. Der Himmel erscheint tagsüber blau, weil die Erdatmosphäre einen Teil des Sonnenlichts streut. Der Mond bleibt trotzdem als vergleichsweise helle Scheibe erkennbar.
Besonders gut lässt er sich tagsüber in den Tagen um das erste und letzte Viertel beobachten. Bei Vollmond steht er dagegen ungefähr der Sonne gegenüber und ist deshalb überwiegend nachts sichtbar. Beim Neumond befindet er sich aus unserer Sicht nahe der Sonne und ist meist kaum zu erkennen.
Dass der Mond tagsüber sichtbar ist, ist somit kein ungewöhnliches Ereignis. Es ergibt sich ganz natürlich aus seiner Bewegung um die Erde und der jeweiligen Stellung von Sonne, Erde und Mond.
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Quellen
▪ Haus der Astronomie: „Handbuch Kapitel Mond“
▪ Royal Museums Greenwich: „Can you see the Moon during the day?“
▪ NASA Science: „Moon Phases“
