Die ESA-Mission Proba-3 hat kurz vor der totalen Sonnenfinsternis vom 12. August 2026 eine künstliche Finsternis im All erzeugt. Zwei Satelliten fliegen dabei rund 150 Meter voneinander entfernt: Einer verdeckt die Sonne, während der zweite die sonst vom grellen Sonnenlicht überstrahlte Korona beobachtet. Eine der jüngsten Aufnahmen entstand etwa zwei Wochen vor der natürlichen Finsternis und kann Forschenden Hinweise darauf geben, welche großräumigen Strukturen der Sonnenatmosphäre während der Totalität sichtbar sein könnten.
Das ist wissenschaftlich interessant, weil die Korona eng mit dem Sonnenwind und dem Weltraumwetter verbunden ist. Zusätzlich liefern Solar Orbiter und Computermodelle Daten über das aktuelle Magnetfeld der Sonne. Die tatsächliche Finsternis bietet dadurch eine seltene Gelegenheit, diese Vorhersagen direkt mit Beobachtungen zu vergleichen. Solche Vergleiche sollen langfristig helfen, Modelle des Weltraumwetters zu verbessern und Sonnenstürme zuverlässiger einzuschätzen.
Quellen
▪︎ Europäische Weltraumorganisation ESA: „How ESA mimics and models the 2026 total solar eclipse“, 10. August 2026
▪︎ Europäische Weltraumorganisation ESA: „So simuliert und modelliert die ESA die totale Sonnenfinsternis 2026“, 10. August 2026
▪︎ Europäische Weltraumorganisation ESA: „Virtual totality ahead of the solar eclipse“, 29. Juli 2026
