Was ist der hellste Stern am Himmel

Der hellste Stern am Nachthimmel ist Sirius im Sternbild Großer Hund. Seine scheinbare Helligkeit beträgt etwa −1,46 Magnituden. Damit leuchtet er für uns deutlich heller als jeder andere Stern am nächtlichen Himmel.

Dass Sirius so auffällig erscheint, liegt nicht allein an seiner tatsächlichen Leuchtkraft. Entscheidend ist auch seine geringe Entfernung: Das Sirius-System befindet sich nur etwa 8,6 Lichtjahre von der Erde entfernt. Sirius A ist dabei deutlich leuchtkräftiger als unsere Sonne.

Sirius ist kein einzelner Stern, sondern ein Doppelsternsystem. Neben Sirius A gehört dazu Sirius B, ein Weißer Zwerg. Dieser Begleiter ist trotz seiner hohen Temperatur sehr lichtschwach und lässt sich neben dem hellen Sirius A nur mit geeigneten Teleskopen beobachten.

Der Begriff „hellster Stern“ bezieht sich auf die Helligkeit, mit der ein Stern von der Erde aus erscheint. Er bedeutet nicht, dass Sirius der leuchtkräftigste bekannte Stern überhaupt ist. Viele weit entfernte Sterne geben wesentlich mehr Energie ab, wirken wegen ihrer großen Entfernung aber schwächer.

Die Sonne ist natürlich noch viel heller als Sirius. Wenn Astronomen vom hellsten Stern am Himmel sprechen, ist daher gewöhnlich der Nachthimmel gemeint.

Quellen
▪ European Space Agency: „The 50 Brightest Stars – Hipparcos“
▪ Sky & Telescope: „What is the brightest star in the sky?“
▪ Royal Museums Greenwich: „Night Sky Highlights – February 2026“