Neue Auswertungen von Beobachtungen des James Webb Weltraumteleskops zeigen, dass die rätselhaften „Little Red Dots“ im frühen Universum offenbar von sehr kleinen Galaxien umgeben sind. Für die am 24. August 2026 in Nature Astronomy veröffentlichte Studie wurden Aufnahmen von 217 dieser Objekte aus dem COSMOS Web Programm kombiniert. Dadurch ließ sich extrem schwaches Licht außerhalb ihrer hellen Zentren nachweisen.
Die Forschenden führen dieses Licht auf Sterne in kompakten Wirtsgalaxien zurück. Im Durchschnitt enthalten sie demnach ungefähr eine Milliarde Sonnenmassen an Sternen und sind deutlich kleiner als vergleichbare sternbildende Galaxien derselben Epoche. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass die roten Punkte nicht isoliert im All stehen, sondern in jungen Galaxien eingebettet sind.
Was genau die ungewöhnlich hellen Zentren erzeugt, bleibt offen. Als mögliche Erklärung gelten rasch wachsende Schwarze Löcher. Künftige spektroskopische Beobachtungen sollen einzelne Objekte genauer untersuchen und zeigen, wie Zentralobjekt und Wirtsgalaxie miteinander zusammenhängen.
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Quellen
▪︎ Nature Astronomy: „Extended components of little red dots in the rest-frame optical“, 24. August 2026
▪︎ Nature Portfolio Asia: „Little red dots may be more than just dots“, 25. August 2026
