Neue Modellrechnungen sagen voraus, wo sich Material befinden könnte, das beim Einschlag der NASA-Sonde DART auf dem Asteroidenmond Dimorphos herausgeschleudert wurde. Die Ergebnisse wurden am 10. September 2026 beim Europlanet Science Congress in Den Haag vorgestellt. Demnach dürfte ein großer Teil der langsam ausgeworfenen Trümmer innerhalb weniger Stunden wieder auf Dimorphos niedergegangen sein.
Die Verteilung dieses Materials könnte bis zur Ankunft der europäischen Hera-Sonde erkennbare Spuren hinterlassen haben. Besonders langsame Partikel sollten sich nach den Berechnungen in der Nähe der Einschlagstelle konzentrieren, während schnelleres Material bevorzugt andere Regionen der Oberfläche erreicht haben könnte. Solche Ablagerungen würden Hinweise darauf geben, wie locker das Material von Dimorphos aufgebaut ist und wie es auf einen heftigen Einschlag reagiert.
Hera soll das Doppelasteroidensystem Didymos und Dimorphos Ende 2026 aus nächster Nähe untersuchen. Die tatsächliche Verteilung des zurückgefallenen Materials kann dann mit den Modellvorhersagen verglichen werden und zusätzliche Erkenntnisse für die planetare Abwehr liefern.
Quellen
▪︎ Europlanet Science Congress: „The morphological signature of DART ejecta distribution on Dimorphos: Predictions for the Hera encounter“, 10. September 2026
▪︎ Isabel Herreros und Sébastien Charnoz: „Tracking low-velocity ejecta from the DART impact on Dimorphos“, 13. Juni 2026
▪︎ Europäische Weltraumorganisation ESA: „Humans changed an asteroid. Now we find out how“, 30. Juni 2026
