Was ist ein Schwarzes Loch

Ein Schwarzes Loch ist ein Bereich im Weltraum, dessen Materie so stark verdichtet ist, dass die Schwerkraft selbst Licht am Entkommen hindert. Die Grenze, ab der keine Rückkehr mehr möglich ist, wird Ereignishorizont genannt. Das Schwarze Loch selbst ist daher unsichtbar. 

Viele Schwarze Löcher entstehen, wenn besonders massereiche Sterne am Ende ihres Lebens zusammenbrechen. Daneben gibt es supermassereiche Schwarze Löcher mit Millionen oder Milliarden Sonnenmassen. Sie befinden sich vermutlich in den Zentren der meisten großen Galaxien. Im Zentrum unserer Milchstraße liegt Sagittarius A*.

Forschende weisen Schwarze Löcher vor allem durch ihre Wirkung auf die Umgebung nach. Sterne können sie auf engen Bahnen umkreisen. Gas und Staub sammeln sich häufig in einer sogenannten Akkretionsscheibe, erhitzen sich stark und senden unter anderem Röntgenstrahlung aus. Verschmelzen zwei Schwarze Löcher, erzeugen sie Gravitationswellen. 

Die Existenz Schwarzer Löcher und viele ihrer äußeren Eigenschaften gelten als gesichert. Offen bleibt jedoch, was sich hinter dem Ereignishorizont abspielt. Die Relativitätstheorie führt im Zentrum zu einer Singularität mit extremen physikalischen Bedingungen. Für eine vollständige Erklärung wäre wahrscheinlich eine Theorie nötig, welche Gravitation und Quantenphysik miteinander verbindet.

Quellen

▪ NASA: „Black Holes“, abgerufen am 1. August 2026
▪ NASA: „Anatomy of a Black Hole“, abgerufen am 1. August 2026
▪ ESA: „Black Holes“, abgerufen am 1. August 2026
▪ Max-Planck-Gesellschaft: „Schwarze Löcher“, abgerufen am 1. August 2026