Sterne entstehen in riesigen, kalten Wolken aus Gas und Staub. Diese sogenannten Molekülwolken bestehen überwiegend aus Wasserstoff. Werden einzelne Bereiche dichter, können sie unter ihrer eigenen Schwerkraft zusammenfallen. Auslöser können etwa Zusammenstöße von Gaswolken oder Druckwellen naher Sterne sein.
Während das Material nach innen strömt, bildet sich im Zentrum ein dichter und heißer Protostern. Um ihn entsteht meist eine rotierende Scheibe aus Gas und Staub. Ein Teil dieses Materials fällt weiter auf den jungen Stern, während anderes später Planeten, Monde und kleinere Himmelskörper bilden kann.
Durch die zunehmende Verdichtung steigen Druck und Temperatur im Inneren. Erreicht der Kern mehrere Millionen Grad, beginnt die Kernfusion. Dabei verschmelzen Wasserstoffkerne zu Helium und setzen Energie frei. Von diesem Zeitpunkt an gilt das Objekt als vollwertiger Stern.
Die entstehende Strahlung und starke Materieströme räumen nach und nach das verbliebene Gas in der Umgebung fort. Der Stern tritt anschließend in eine lange stabile Entwicklungsphase ein.
Wie schnell dieser Vorgang abläuft und welche Art von Stern entsteht, hängt vor allem von der vorhandenen Masse ab. Massereiche Sterne entstehen schneller, verbrauchen ihren Brennstoff jedoch wesentlich rascher als kleinere Sterne. Viele Einzelheiten der Sternentstehung, insbesondere die genaue Wirkung von Magnetfeldern und Turbulenzen, werden weiterhin erforscht.
Quellen
▪ NASA Science: „Stars“, abgerufen am 2. August 2026
▪ NASA Science: „Webb’s Star Formation Discoveries“, 2. Juli 2026
▪ NASA Science: „Exploring Star and Planet Formation“, 12. April 2022
