Der Science-Fiction-Film Blade Runner erschien 1982 unter der Regie von Ridley Scott und basiert lose auf dem Roman Träumen Androiden von elektrischen Schafen? von Philip K. Dick. Die Handlung spielt im Los Angeles des Jahres 2019 und beschäftigt sich mit künstlich erschaffenen Menschen, den sogenannten Replikanten. Gleichzeitig verweist der Film auf eine Zukunft, in der die Besiedlung anderer Welten zum Alltag gehört und Kolonien außerhalb der Erde existieren.
Die Raumfahrt steht in Blade Runner nicht im Mittelpunkt der Handlung, bildet aber einen wichtigen Bestandteil der dargestellten Zukunft. Mehrfach wird auf sogenannte „Off-World Colonies“ verwiesen, die Menschen neue Lebensräume außerhalb der Erde bieten sollen. Welche Planeten oder Monde tatsächlich besiedelt werden, bleibt offen. Aus heutiger Sicht gibt es keine technischen Möglichkeiten, dauerhaft bewohnte Kolonien außerhalb der Erde zu errichten. Raumfahrtagenturen wie NASA und ESA arbeiten jedoch an Konzepten für langfristige Aufenthalte auf dem Mond und später auf dem Mars.
Darüber hinaus wirft der Film Fragen auf, die auch für die zukünftige Raumfahrt relevant sein könnten. Dazu gehören der Einsatz künstlicher Intelligenz, autonome Systeme und der Umgang mit menschenähnlichen Robotern. Diese Technologien werden bereits heute für Raumsonden und künftige Missionen erforscht, auch wenn sie noch weit von den Fähigkeiten der Replikanten entfernt sind.
Blade Runner verbindet damit Zukunftstechnologien, Raumfahrt und gesellschaftliche Fragestellungen zu einer fiktiven Vision, die bis heute Diskussionen über die Möglichkeiten und Grenzen technischer Entwicklungen anregt.
Quellen
▪ NASA
▪ Europäische Weltraumorganisation (ESA)
▪ The Philip K. Dick Estate
▪ Warner Bros. Pictures
