Grosse Einschlaege veraendern Ozeane in Eismonden weniger als erwartet

Gewaltige Zusammenstöße können die unterirdischen Ozeane eisiger Monde offenbar weniger stark verändern als bislang vermutet. Eine am 20. August 2026 in Nature Astronomy veröffentlichte Modellstudie untersucht, wie große Einschläge die Entwicklung von Monden beeinflussen, die aus Eis und Gestein bestehen. Solche Kollisionen können Himmelskörper teilweise zerlegen und anschließend neu zusammensetzen.

Die Berechnungen zeigen, dass vorhandene Ozeane solche Ereignisse häufig überstehen. Bei größeren Eismonden können sie danach sogar mächtiger werden oder länger bestehen. Bei kleineren Körpern können Kollisionen dagegen Bedingungen schaffen, unter denen sich ein ansonsten möglicher Ozean nicht entwickelt. Einen zuvor vollständig gefrorenen Mond allein durch einen Einschlag dauerhaft in eine Ozeanwelt zu verwandeln, gelang in den Simulationen jedoch nicht.

Die Ergebnisse sind auch für die Erforschung der Jupitermonde interessant. Missionen wie Juice sollen deren innere Struktur und mögliche Ozeane untersuchen. Die neuen Modelle können dabei helfen, zukünftige Messungen mit der Entwicklungsgeschichte solcher Monde in Verbindung zu bringen.

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Quellen
▪︎ Nature Astronomy: „The role of disruptive impacts on ocean generation and longevity in icy moons“, 20. August 2026
▪︎ University of Maryland Department of Astronomy: „Recent Publications – The role of disruptive impacts on ocean generation and longevity in icy moons“, 20. August 2026