Das James-Webb-Weltraumteleskop hat die ungewöhnliche Galaxie Arp 263 im Infrarotlicht aufgenommen. Das rund 25 Millionen Lichtjahre entfernte Objekt im Sternbild Löwe besitzt keine regelmäßige Spiralstruktur. Stattdessen zeigt es zahlreiche helle Sternhaufen, Gaswolken und unregelmäßig verteilte Gebiete, in denen neue Sterne entstehen.
Astronomen gehen davon aus, dass Arp 263 durch die Verschmelzung zweier Galaxien geprägt wurde. Solche Begegnungen können Gas innerhalb der beteiligten Galaxien stark verdichten und dadurch neue Phasen der Sternentstehung auslösen. Webb kann mit seiner Infrarotkamera NIRCam auch Strukturen untersuchen, die im sichtbaren Licht teilweise hinter Staub verborgen bleiben.
Die neuen Beobachtungen sollen helfen, besser zu verstehen, wie sich Sternentstehung in Galaxien nach einer Kollision entwickelt. Arp 263 bietet dafür ein besonders unregelmäßiges Beispiel, bei dem sich junge Sternhaufen und gestörte Gasstrukturen über die Galaxie verteilen.
Quellen
▪︎ ESA/Webb: „Striking star clusters and irregular clumps“, 27. August 2026
▪︎ Europäische Weltraumorganisation ESA: „Striking star clusters and irregular clumps“, 28. August 2026
