Das Raumfahrtjahr 2026 ist längst nicht mehr nur ein Jahr der Ankündigungen. Mehrere der wichtigsten Missionen befinden sich bereits auf dem Weg zu ihren Zielen, andere stehen in Montagehallen und Testzentren kurz vor dem Start. Vor allem der Mond rückt erneut in den Mittelpunkt. Gleichzeitig nähert sich BepiColombo nach einer achtjährigen Reise dem Merkur, die europäische Raumsonde Hera erreicht ein Doppelasteroidensystem und Japan bereitet eine Mission vor, die erstmals Proben vom Marsmond Phobos zur Erde bringen soll.
Doch gerade bei Raumfahrtterminen lohnt sich ein genauer Blick. Einige Missionen, die ursprünglich fest für 2026 vorgesehen waren, haben sich bereits verschoben. Andere besitzen weiterhin nur Startfenster oder grobe Zeitangaben. Ein vermeintlicher Kalender für das Raumfahrtjahr ist deshalb eher eine Momentaufnahme als ein unveränderlicher Fahrplan.
Was erwartet uns in der Raumfahrt bis Ende 2026?
Die zweite Hälfte des Jahres 2026 konzentriert ungewöhnlich viele bedeutende Ereignisse. Beim Merkur beginnt im August die entscheidende Ankunftsphase von BepiColombo. Im Herbst könnten mehrere kommerzielle Mondlander aufbrechen. Hera nähert sich im November dem Doppelasteroiden Didymos und seinem kleinen Begleiter Dimorphos. China bereitet Chang’e 7 für die Erkundung des lunaren Südpols vor, während Japans MMX-Mission ihrem Start entgegenarbeitet.
Gemeinsam ist diesen Projekten, dass sie nicht einfach nur weitere Raumsonden zu bereits bekannten Zielen schicken. Sie stehen für unterschiedliche Entwicklungen der heutigen Raumfahrt. BepiColombo soll eine der großen Lücken unserer Planetenforschung schließen. Hera untersucht erstmals aus nächster Nähe, welche Spuren ein gezielter Einschlag zur Ablenkung eines Asteroiden hinterlassen hat. Auf dem Mond wächst dagegen die Bedeutung kommerzieller Landefahrzeuge, die wissenschaftliche Instrumente und technische Demonstratoren transportieren.
Gerade deshalb wird 2026 nicht durch einen einzigen spektakulären Start geprägt. Interessanter ist das Zusammenspiel verschiedener Programme, Länder und Unternehmen.
BepiColombo beginnt die Ankunftsphase am Merkur
Für BepiColombo endet 2026 eine Reise, die bereits am 20. Oktober 2018 begonnen hat. Die gemeinsame Mission der Europäischen Weltraumorganisation ESA und der japanischen Raumfahrtagentur JAXA ist auf dem Weg zum Merkur, dem sonnennächsten und zugleich einem der am wenigsten erforschten Planeten des Sonnensystems.
Direkt zum Merkur zu fliegen klingt zunächst einfach. Tatsächlich gehört das Erreichen einer stabilen Umlaufbahn dort zu den anspruchsvollsten Aufgaben der Planetenforschung. Eine Sonde, die sich in Richtung Sonne bewegt, gewinnt erheblich an Geschwindigkeit. BepiColombo musste deshalb über Jahre hinweg durch Vorbeiflüge an Erde, Venus und Merkur immer wieder Energie abbauen und seine Bahn verändern.
Am 18. August 2026 beginnt nach dem aktuellen ESA-Zeitplan die eigentliche Merkur-Ankunftsphase. Am 3. September soll das Mercury Transfer Module abgetrennt werden. Dieses Modul mit seinem elektrischen Ionenantrieb hat einen großen Teil der langen Reise ermöglicht, wird für die wissenschaftliche Arbeit im Merkurorbit aber nicht mehr benötigt.
Danach beginnt eine komplexe Abfolge von Manövern, die BepiColombo endgültig an Merkur bindet. Für die Mission ist das der Übergang von einer jahrelangen interplanetaren Reise zu jener Phase, für die sie ursprünglich gebaut wurde.
BepiColombo tritt in die Merkurumlaufbahn ein
Der entscheidende Termin ist nach dem derzeitigen Plan der 21. November 2026. An diesem Tag soll die Einbringung in die Merkurumlaufbahn beginnen. Anders als eine einzelne kurze Bremszündung handelt es sich um eine längere Folge von Manövern. Die gesamte Orbit-Insertion-Phase zieht sich bis in das Frühjahr 2027.
BepiColombo besteht im wissenschaftlichen Betrieb aus zwei Raumsonden. Der von der ESA betriebene Mercury Planetary Orbiter, kurz MPO, wird vor allem Oberfläche, inneren Aufbau und Umgebung des Planeten untersuchen. JAXAs Sonde Mio, ursprünglich als Mercury Magnetospheric Orbiter bezeichnet, konzentriert sich auf Magnetfeld, Magnetosphäre und die Wechselwirkung Merkurs mit dem Sonnenwind.
Mio soll Anfang Dezember vom europäischen Orbiter getrennt werden. Der MPO erreicht seine vorgesehene wissenschaftliche Bahn nach aktuellem Zeitplan erst im März 2027; die reguläre wissenschaftliche Phase soll anschließend beginnen. Der 21. November 2026 ist deshalb eher der Beginn der endgültigen Ankunft als der Moment, in dem BepiColombo sofort vollständig mit seinem Forschungsprogramm startet.
Für die Merkurforschung ist das dennoch ein historischer Schritt. Nach Mariner 10 und Messenger ist BepiColombo erst die dritte Mission, die Merkur aus der Nähe untersucht, und erst die zweite, die in eine Umlaufbahn um den Planeten eintritt. Die Kombination zweier Orbiter soll unter anderem helfen zu verstehen, wie ein Planet mit einem ungewöhnlich großen Eisenkern entstanden ist und wie sich seine dünne Exosphäre und sein Magnetfeld in unmittelbarer Nähe zur Sonne verhalten.
Blue Moon Mark 1 soll zum Mond starten
Auch auf dem Mond könnte die zweite Jahreshälfte 2026 entscheidend werden. Blue Origin entwickelt mit Blue Moon Mark 1 einen großen unbemannten Mondlander, der schwere Fracht auf die Oberfläche transportieren soll. Das Fahrzeug ist für einen einzelnen Start mit der Schwerlastrakete New Glenn ausgelegt und soll mehrere Tonnen Nutzlast zum Mond bringen.
NASA führt die Mission inzwischen unter der Bezeichnung Moon Base I. Nach dem im Mai 2026 veröffentlichten Zeitplan wird der Start frühestens für den Herbst 2026 angestrebt. An Bord sollen unter anderem Instrumente zur Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen den Triebwerksstrahlen eines Landers und dem Mondboden sowie ein Laserreflektor mitfliegen.
Gerade die Untersuchung der Triebwerkswirkung ist weniger nebensächlich, als sie zunächst klingt. Bei zukünftigen regelmäßigen Landungen können aufgewirbelter Mondstaub und ausgeworfenes Material andere Geräte, wissenschaftliche Instrumente oder nahe Infrastruktur gefährden. Je stärker die Lander werden, desto wichtiger wird das Verständnis dieser Vorgänge.
Blue Moon Mark 1 ist zugleich ein Test für größere Pläne von Blue Origin. Der unbemannte Frachter unterscheidet sich von dem bemannten Landekonzept, das das Unternehmen für spätere Artemis-Missionen entwickelt, soll aber wichtige Technologien für Landung, Navigation und Betrieb auf der Mondoberfläche erproben.
Ein konkreter Starttag steht derzeit nicht fest. Die Formulierung „frühestens Herbst 2026“ ist deshalb entscheidend: Die Mission gehört weiterhin zu den möglichen großen Ereignissen des Jahres, eine Verschiebung wäre jedoch keineswegs überraschend.
Griffin-1 und IM-3 nehmen den Mond ins Visier
Ein weiterer großer Mondlander befindet sich bei Astrobotic in Vorbereitung. Griffin Mission One, inzwischen von NASA auch als Moon Base II bezeichnet, soll in die Südpolregion des Mondes fliegen. Astrobotic präsentierte den nahezu fertig integrierten Lander im Juni 2026 und nennt weiterhin einen Start gegen Ende des Jahres.
Griffin-1 soll in der Region des Kraters Nobile landen und mehr als 500 Kilogramm Fracht transportieren können. Zu den Nutzlasten gehört der FLIP-Rover des Unternehmens Astrolab. Hinzu kommen wissenschaftliche und technische Experimente, darunter Systeme zur Navigation, zur Untersuchung des Mondstaubs und zur Erprobung zukünftiger Oberflächenoperationen. Der Start soll mit einer Falcon Heavy von SpaceX erfolgen.
Die Geschichte der Mission zeigt allerdings auch, wie stark sich Raumfahrtprogramme verändern können. Ursprünglich sollte Griffin den NASA-Rover VIPER zum Mond transportieren. NASA stellte das eigene VIPER-Projekt in seiner bisherigen Form ein, woraufhin der Flug neu zusammengestellt wurde. Aus einer Transportmission für einen einzelnen großen Rover wurde damit stärker eine Demonstration für einen leistungsfähigen kommerziellen Mondlander.
Bei IM-3 von Intuitive Machines hat sich der Zeitplan inzwischen noch deutlicher verändert. Die Mission gehörte lange zu den für 2026 erwarteten Mondflügen und wird auf NASA-Seiten teilweise weiterhin entsprechend geführt. Aktuellere Unternehmensangaben vom August 2026 nennen jedoch das erste Quartal 2027 für den Start. Damit sollte IM-3 nach heutigem Stand nicht mehr als sicherer Start des Jahres 2026 betrachtet werden.
IM-3 soll den ungewöhnlichen Reiner-Gamma-Mondwirbel untersuchen. Diese hellen, geschwungenen Oberflächenstrukturen treten an mehreren Stellen des Mondes auf und stehen mit lokalen magnetischen Anomalien in Verbindung. Die Mission soll außerdem einen Kommunikationssatelliten für den Mondraum mitführen. Selbst wenn der Start nun erst 2027 erfolgt, bleibt IM-3 damit ein wichtiger nächster Schritt der kommerziellen Mondforschung.
Hera erreicht Didymos und Dimorphos
Während auf der Erde neue Mondsonden vorbereitet werden, befindet sich Hera bereits seit Oktober 2024 im All. Das Ziel der ESA-Sonde ist das Doppelasteroidensystem Didymos. Der größere Asteroid wird von dem nur rund 150 Meter großen Dimorphos umkreist.
Dimorphos ist kein zufällig ausgewähltes Ziel. Am 26. September 2022 schlug dort die NASA-Sonde DART ein. Das Experiment sollte zeigen, ob sich die Bahn eines Asteroiden durch einen gezielten kinetischen Einschlag messbar verändern lässt. Der Versuch gelang: Die Umlaufzeit von Dimorphos um Didymos wurde deutlich verändert.
Von der Erde aus ließ sich das Ergebnis gut messen. Was genau der Einschlag mit Dimorphos gemacht hat, lässt sich aus großer Entfernung jedoch nur teilweise rekonstruieren. Genau hier beginnt Heras Aufgabe.
Nach einem Vorbeiflug am Mars im März 2025 und einem weiteren Bahnmanöver im Februar und März 2026 befindet sich die Sonde auf Kurs. Die ESA erwartet das Rendezvous mit Didymos derzeit für November 2026. Frühere Missionsbeschreibungen nennen bereits Manöver im Oktober zur Annäherung an das System; der eigentliche Beginn der Naherkundung wird inzwischen überwiegend mit November angegeben.
Hera soll Form, Masse und innere Eigenschaften von Dimorphos untersuchen und den durch DART entstandenen Einschlagbereich detailliert vermessen. Zwei CubeSats begleiten die Mission und ermöglichen zusätzliche Messungen in unmittelbarer Nähe der Asteroiden.
Damit werden DART und Hera gemeinsam zu einem vollständigen Experiment der planetaren Verteidigung. DART lieferte den Einschlag. Hera soll zeigen, warum und wie stark dieser Einschlag tatsächlich gewirkt hat. Das ist entscheidend, wenn eine ähnliche Methode irgendwann nicht bei einem Experiment, sondern zur Ablenkung eines real gefährlichen Asteroiden eingesetzt werden müsste.
MMX: Japans Raumsonde bereitet sich auf den Start zu Phobos vor
Japan richtet seinen Blick währenddessen auf den Mars – genauer gesagt auf dessen Mond Phobos. Die Mission Martian Moons eXploration, kurz MMX, soll Phobos und Deimos untersuchen, auf Phobos landen, Material aufnehmen und dieses zur Erde zurückbringen.
Besonders interessant ist die Frage nach der Herkunft der beiden kleinen Marsmonde. Handelt es sich um eingefangene Asteroiden? Oder entstanden sie aus Material, das nach einem gewaltigen Einschlag auf dem frühen Mars in dessen Umlaufbahn gelangte? Proben direkt von Phobos könnten entscheidende Hinweise liefern.
JAXA plant, mindestens zehn Gramm Material von Phobos einzusammeln. Das klingt wenig, wäre für eine planetare Probenrückführung jedoch eine beträchtliche Menge. Die Sonde soll zudem den kleinen Rover IDEFIX absetzen, der gemeinsam vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und der französischen Raumfahrtagentur CNES entwickelt wurde.
Beim Starttermin ist Vorsicht notwendig. JAXA spricht weiterhin vom japanischen Fiskaljahr 2026. Dieses endet erst am 31. März 2027. Ein Start im Kalenderjahr 2027 würde daher formal noch immer dem genannten Zeitplan entsprechen. Einen belastbaren konkreten Starttag gibt es derzeit nicht.
MMX gehört damit zwar zu den unmittelbar bevorstehenden großen Planetenmissionen, lässt sich aber nicht zweifelsfrei als Start des Kalenderjahres 2026 einordnen.
Chang’e 7: China plant die Erkundung des Mondsüdpols
Deutlich weiter fortgeschritten erscheinen die Vorbereitungen für Chang’e 7. China plant den Start nach offiziellen Angaben für die zweite Hälfte des Jahres 2026. Die Raumsonde wurde bereits im April zum Startgelände Wenchang auf der Insel Hainan gebracht, im Juli traf auch die dafür vorgesehene Trägerrakete vom Typ Langer Marsch 5 ein.
Chang’e 7 ist weit mehr als ein einzelner Lander. Das Missionssystem soll aus einem Orbiter, einem Lander, einem Rover und einer kleinen beweglichen Sonde bestehen, die sich hüpfend fortbewegen kann. Ziel ist die Südpolregion des Mondes.
Besonders wichtig ist die Suche nach Wasser und anderen flüchtigen Stoffen. In dauerhaft beschatteten Kratern können Temperaturen herrschen, bei denen Wassereis über sehr lange Zeiträume erhalten bleibt. Solche Vorkommen wären nicht nur wissenschaftlich interessant. Wasser könnte bei einer zukünftigen dauerhaft betriebenen Mondbasis als Ressource genutzt werden und theoretisch auch in Sauerstoff und Wasserstoff zerlegt werden.
Die kleine Hüpfer-Sonde von Chang’e 7 soll dabei helfen, Bereiche zu untersuchen, die für klassische Rover schwer oder überhaupt nicht erreichbar sind. Damit verbindet China mehrere Explorationsmethoden innerhalb einer einzigen Mission: Beobachtung aus dem Orbit, Landung, Fahrt über die Oberfläche und gezielte Untersuchung schwer zugänglicher Gebiete.
Chang’e 7 bereitet zugleich den nächsten Schritt des chinesischen Mondprogramms vor. Zusammen mit der später geplanten Mission Chang’e 8 sollen Technologien und wissenschaftliche Grundlagen für eine langfristige Forschungsinfrastruktur in der Südpolregion geschaffen werden.
Welche Missionen könnten sich noch verschieben?
Bei praktisch jeder Raumfahrtmission gilt: Ein angekündigtes Startjahr ist kein Startversprechen. Besonders deutlich wird das 2026 bei IM-3. Die Mission war lange Teil der diesjährigen Mondplanung, ist inzwischen aber in das erste Quartal 2027 gerutscht.
Auch bei Blue Moon Mark 1 existiert momentan nur die Angabe „frühestens Herbst 2026“. Griffin-1 wird zwar weiterhin für Ende 2026 vorbereitet, muss zuvor aber die abschließenden Umwelt- und Systemtests überstehen. MMX wiederum befindet sich zwar auf Kurs für das japanische Fiskaljahr 2026, doch dieses reicht in das folgende Kalenderjahr hinein.
Chang’e 7 besitzt derzeit vergleichsweise konkrete Vorbereitungszeichen: Sonde und Rakete befinden sich am Startplatz, und China hält offiziell an der zweiten Jahreshälfte 2026 fest. Trotzdem kann auch hier bis zum tatsächlichen Start eine technische oder organisatorische Verschiebung niemals ausgeschlossen werden.
Wesentlich stabiler sind Termine bei Missionen, die bereits unterwegs sind. Hera muss nicht mehr auf eine Trägerrakete warten. BepiColombo befindet sich ebenfalls längst auf seiner interplanetaren Flugbahn. Doch selbst dort können technische Probleme letzte Manöver oder Betriebsabläufe verändern.
Ein sinnvoller Missionskalender unterscheidet deshalb zwischen einem fest geplanten orbitalen Ereignis einer bereits fliegenden Sonde, einem offiziellen Startfenster und einer bloßen Zielangabe für ein bestimmtes Jahr.
Warum 2026 für die Erforschung des Sonnensystems wichtig wird
Was das Raumfahrtjahr 2026 besonders macht, ist weniger die Zahl der Starts als die Vielfalt der Ziele.
Am Merkur erreicht eine der technisch aufwendigsten europäischen Planetenmissionen nach acht Jahren ihr Ziel. Bei Didymos beginnt Hera mit der Untersuchung des ersten groß angelegten Experiments zur gezielten Veränderung einer Asteroidenbahn. Am Mond sollen gleichzeitig staatliche und kommerzielle Akteure neue Formen regelmäßiger Fracht-, Forschungs- und Erkundungsmissionen erproben. Japan bereitet mit MMX eine Probenrückführung aus dem Umfeld des Mars vor.
Dabei verändert sich auch die Art, wie das Sonnensystem erforscht wird. Früher standen große Einzelmissionen nationaler Raumfahrtagenturen häufig für sich. Heute greifen Programme zunehmend ineinander. NASA kauft Mondtransporte bei privaten Unternehmen ein. ESA und JAXA betreiben BepiColombo gemeinsam. Hera baut wissenschaftlich auf einem amerikanischen Einschlagsexperiment auf. MMX trägt europäische Technik nach Phobos. Chang’e 7 nimmt internationale Instrumente mit zum Mond.
Das macht den Missionskalender unübersichtlicher, aber zugleich spannender.
Wenn die derzeitigen Planungen halten, werden die letzten Monate des Jahres 2026 gleich mehrere Bilder liefern, die noch vor wenigen Jahren weit entfernt erschienen: BepiColombo endgültig am Merkur, Hera unmittelbar neben einem Asteroiden, dessen Bahn die Menschheit absichtlich verändert hat, und möglicherweise neue große Landefahrzeuge auf dem Weg zur Mondoberfläche.
Einige Starts werden wahrscheinlich noch ihre Position im Kalender verändern. Die Richtung hingegen ist bereits klar. Die Erforschung des Sonnensystems wird dichter, internationaler und technisch vielfältiger – und 2026 ist eines jener Jahre, in denen sich diese Entwicklung besonders deutlich beobachten lässt.
Quellen
▪︎ Europäische Weltraumorganisation ESA – BepiColombo Mission und Mercury Arrival Phase
▪︎ Europäische Weltraumorganisation ESA – Hera Mission und Operations
▪︎ Japan Aerospace Exploration Agency JAXA – Martian Moons eXploration MMX
▪︎ NASA – Commercial Lunar Payload Services und Moon Base Missions
▪︎ Astrobotic – Griffin Mission One
▪︎ Blue Origin – Blue Moon Mark 1
▪︎ Intuitive Machines – IM-3 Mission und Unternehmensangaben August 2026
▪︎ China National Space Administration und China Manned Space Agency – Chang’e 7
