Fünf Planeten lassen sich grundsätzlich ohne Fernglas oder Teleskop erkennen: Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn. Sie erscheinen am Himmel meist wie helle Sterne, verändern ihre Position gegenüber den eigentlichen Sternbildern jedoch im Laufe der Zeit.
Venus ist nach Sonne und Mond häufig das hellste Objekt am Himmel. Sie wird je nach Stellung als Morgenstern oder Abendstern sichtbar. Jupiter fällt ebenfalls durch seine große Helligkeit auf. Mars besitzt oft einen rötlichen Farbton, während Saturn meist etwas schwächer und gelblich erscheint.
Merkur ist am schwierigsten zu beobachten. Weil er die Sonne auf einer engen Bahn umkreist, steht er am Himmel stets in ihrer Nähe. Er ist deshalb nur für kurze Zeit vor Sonnenaufgang oder nach Sonnenuntergang tief über dem Horizont zu sehen.
Welche Planeten zu einem bestimmten Zeitpunkt sichtbar sind, hängt von ihren Umlaufbahnen, der Jahreszeit und dem Beobachtungsort ab. Nicht immer stehen alle fünf gleichzeitig am Himmel.
Uranus kann unter außergewöhnlich guten Bedingungen an einem sehr dunklen Standort theoretisch gerade noch mit bloßem Auge erkannt werden. Ohne genaue Sternkarte ist er jedoch kaum von einem lichtschwachen Stern zu unterscheiden. Neptun ist für das menschliche Auge zu lichtschwach und benötigt mindestens ein Fernglas oder Teleskop.
Quellen
▪ NASA Science: „Planetary Alignments and Planet Parades“
▪ NASA Jet Propulsion Laboratory: „Find Planets in the Sky“
▪ NASA Science: „Skywatching FAQ“
