Was ist eine Sternschnuppe

Eine Sternschnuppe ist kein fallender Stern. Sie entsteht, wenn ein kleines Gesteins- oder Staubteilchen aus dem Weltraum mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre eindringt. Die sichtbare Leuchtspur wird in der Astronomie als Meteor bezeichnet.

Das Teilchen selbst heißt vor dem Eintritt in die Atmosphäre Meteoroid. Beim Zusammenstoß mit Luftteilchen wird die Luft vor ihm stark zusammengedrückt und erhitzt. Gleichzeitig löst sich Material von seiner Oberfläche. Dadurch entsteht eine leuchtende Spur, die meist nur wenige Sekunden oder Bruchteile einer Sekunde zu sehen ist.

Die meisten Meteoroiden sind sehr klein und werden in der Atmosphäre vollständig zerstört. Größere Bruchstücke können den Flug überstehen und den Boden erreichen. Erst dann werden sie Meteoriten genannt. Besonders helle Meteore heißen Feuerkugeln oder Boliden.

Sternschnuppen treten einzeln oder als Teil eines Meteorstroms auf. Solche wiederkehrenden Ereignisse entstehen, wenn die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne eine Spur aus Staub und kleinen Teilchen durchquert, die häufig von einem Kometen zurückgelassen wurde. Bekannte Beispiele sind die Perseiden im August und die Geminiden im Dezember.

Die Untersuchung von Meteoren hilft dabei, die Herkunft und Zusammensetzung kleiner Körper im Sonnensystem besser zu verstehen.

Quellen
▪ NASA Science: „Meteors and Meteorites: Facts“
▪ European Space Agency: „A Lyrid Meteor from Orbit“
▪ European Space Agency: „Shooting Stars“