Wer in ein Schwarzes Loch fällt, überschreitet irgendwann eine unsichtbare Grenze: den Ereignishorizont. Von dort kann nichts mehr nach außen gelangen, auch kein Licht. Eine Rückkehr wäre damit unmöglich.
Was vorher geschieht, hängt stark von der Masse des Schwarzen Lochs ab. Bei einem stellaren Schwarzen Loch unterscheiden sich die Gravitationskräfte zwischen den körpernahen und körperfernen Bereichen sehr stark. Ein Mensch würde dadurch in die Länge gezogen und seitlich zusammengedrückt. Dieser Effekt wird als Spaghettifizierung bezeichnet.
Bei einem supermassereichen Schwarzen Loch können die Gezeitenkräfte am Ereignishorizont wesentlich schwächer sein. Ein fallender Beobachter könnte diese Grenze deshalb zunächst passieren, ohne dort unmittelbar etwas Besonderes zu bemerken. Für einen weit entfernten Beobachter sähe der Vorgang anders aus: Das Licht des fallenden Objekts würde immer stärker rotverschoben und schwächer, bis es praktisch nicht mehr sichtbar wäre.
Nach dem Überschreiten des Ereignishorizonts führen nach der Allgemeinen Relativitätstheorie alle möglichen Wege weiter ins Innere. Klassische Modelle sagen dort eine Singularität voraus.
Was an einer solchen Singularität tatsächlich geschieht, ist allerdings unbekannt. Die bisherigen physikalischen Theorien reichen nicht aus, um diese extremen Bedingungen vollständig zu beschreiben.
Quellen
▪ Max-Planck-Gesellschaft: „Schwarze Löcher“
▪ ESO Supernova Planetarium & Visitor Centre: „Was passiert, wenn man in ein Schwarzes Loch fällt?“
▪ NASA Scientific Visualization Studio: „Beyond the Brink: Tracking a Simulated Plunge into a Black Hole“
