Eine Reise von der Erde zum Mond dauert mit einem bemannten Raumfahrzeug typischerweise etwa drei Tage. Die genaue Flugzeit hängt jedoch von der gewählten Flugbahn, der Geschwindigkeit und dem Ziel der Mission ab.
Der Mond ist im Durchschnitt rund 384.400 Kilometer von der Erde entfernt. Raumfahrzeuge fliegen diese Strecke nicht einfach auf einer geraden Linie mit gleichbleibender Geschwindigkeit. Ihre Bahnen werden so berechnet, dass die Bewegung von Erde und Mond sowie deren Schwerkraft berücksichtigt werden.
Die Apollo-Astronauten benötigten ungefähr drei Tage, um die Umgebung des Mondes zu erreichen. Apollo 11 startete am 16. Juli 1969 und erreichte am 19. Juli die Mondumlaufbahn. Die Landung erfolgte einen Tag später.
Unbemannte Raumsonden können ganz andere Flugzeiten haben. New Horizons passierte die Mondbahn auf dem Weg zu Pluto bereits nach rund acht Stunden und 35 Minuten. Die ESA-Sonde SMART-1 brauchte dagegen etwa ein Jahr, weil sie einen sehr treibstoffsparenden elektrischen Antrieb und eine entsprechend lange Flugbahn nutzte.
Eine feste Antwort gibt es daher nicht. Für bemannte Mondreisen sind einige Tage typisch, während wissenschaftliche Sonden je nach Missionskonzept Stunden, Tage oder sogar Monate benötigen können.
Quellen
▪ Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt: „Der Mond“
▪ European Space Agency: „Ten things you didn’t know about the Moon – Travel time“
▪ National Air and Space Museum: „Apollo 11 Timeline“
