Die Europäische Kommission befasst sich offenbar intensiver mit unbekannten anomalen Phänomenen, kurz UAP, als bislang öffentlich bekannt. Nach einem Bericht von Euronews geht dies aus einem Schreiben der Kommission hervor, das sich auf Beobachtungen zweier Amateurastronomen aus Malaysia bezieht. Die beiden hatten der EU 37 Aufnahmen mutmaßlich unbekannter Objekte aus dem Luft- und Weltraum übermittelt.
Die Kommission erklärte demnach, dass bessere technische Möglichkeiten dabei helfen könnten, solche Erscheinungen genauer zu erkennen und einzuordnen. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass sie für Untersuchungen im malaysischen Luftraum nicht zuständig sei. Einen Hinweis auf eine außerirdische Herkunft der beobachteten Phänomene gibt es nicht.
Von Bedeutung ist vor allem, dass die EU ihre Fähigkeiten zur Beobachtung erdnaher Objekte weiter ausbauen will. Mit dem europäischen Space-Surveillance-and-Tracking-System existiert bereits ein Netzwerk aus Sensoren, das Satelliten und Weltraumschrott verfolgt. Ob solche Systeme künftig auch zur besseren Einordnung ungeklärter Beobachtungen beitragen können, bleibt offen.
Quellen
▪︎ Euronews: „Exklusiv: Brüssel beobachtet unbekannte anomale Phänomene (UAP) und will Fähigkeiten ausbauen“, 17. August 2026
▪︎ Europäisches Parlament: „UAP monitoring and reporting in the EU Space Law“, 30. Januar 2024
