Was ist ein Blutmond

Als Blutmond wird umgangssprachlich der rötlich erscheinende Mond während einer totalen Mondfinsternis bezeichnet. Der Mond selbst verändert dabei weder seine Oberfläche noch seine Farbe dauerhaft.

Eine totale Mondfinsternis entsteht, wenn die Erde genau zwischen Sonne und Mond steht. Der Mond wandert dann vollständig durch den Kernschatten der Erde. Eigentlich müsste er dort dunkel erscheinen. Ein Teil des Sonnenlichts erreicht ihn jedoch weiterhin, weil es durch die Erdatmosphäre gebrochen und gefiltert wird.

Dabei werden kürzere blaue Wellenlängen stärker gestreut. Rotes und orangefarbenes Licht gelangt vergleichsweise besser durch die Atmosphäre und wird in Richtung Mond weitergeleitet. Seine Oberfläche kann deshalb kupferfarben, orange oder dunkelrot erscheinen. Derselbe grundlegende Effekt sorgt auch für die rötlichen Farben bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang.

Wie intensiv die Färbung ausfällt, ist nicht bei jeder Mondfinsternis gleich. Staub, Wolken und andere Bestandteile der Erdatmosphäre beeinflussen, wie viel Licht den Mond erreicht.

Der Begriff Blutmond ist keine eigene astronomische Kategorie. Wissenschaftlich handelt es sich um eine totale Mondfinsternis mit rötlich verfärbtem Mond.

Quellen
▪ Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt: „Mondfinsternis – der Erdtrabant im Kernschatten der Erde“
▪ NASA Science: „Eclipses and the Moon“
▪ Spektrum der Wissenschaft: „Darum ist der Mond trotz Finsternis heute nicht unsichtbar“