Warum fliegen Menschen nicht mehr zum Mond

Seit Apollo 17 im Dezember 1972 hat kein Mensch mehr die Mondoberfläche betreten. Der Hauptgrund war nicht, dass weitere Landungen technisch unmöglich gewesen wären. Vielmehr änderten sich nach den ersten Apollo-Erfolgen politische und finanzielle Prioritäten.

Das Apollo-Programm war enorm aufwendig und teuer. Nachdem das von US-Präsident John F. Kennedy gesetzte Ziel einer bemannten Mondlandung erreicht war, sank die politische Bereitschaft, dauerhaft ähnlich hohe Summen für weitere Missionen bereitzustellen. Wegen Budgetkürzungen wurden die ursprünglich geplanten Missionen Apollo 18, 19 und 20 gestrichen. Ressourcen flossen anschließend unter anderem in die Raumstation Skylab und später in das Space-Shuttle-Programm.

Ganz aufgehört haben Menschen inzwischen allerdings nicht mehr, zum Mond zu fliegen. Im April 2026 umrundeten vier Astronautinnen und Astronauten mit Artemis II erstmals seit mehr als 50 Jahren wieder den Mond. Auf seiner Oberfläche landeten sie jedoch nicht.

Mit dem Artemis-Programm bereitet die NASA gemeinsam mit internationalen und kommerziellen Partnern neue bemannte Mondlandungen vor. Nach dem derzeitigen Planungsstand soll Artemis IV Anfang 2028 wieder Menschen auf die Mondoberfläche bringen.

Die lange Pause seit Apollo war damit vor allem eine Folge veränderter Prioritäten – nicht eines grundsätzlichen technischen Hindernisses.

Quellen
▪ NASA: „50 Years Ago: After Apollo, What? Space Task Group Report to President Nixon“
▪ European Space Agency: „Artemis II: splashdown“
▪ Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt: „Gene Cernan (1934-2017) – Idol meiner Kindheit und Jugend“