Warum gibt es in Wirklichkeit keinen Sound im All

In den Weltraumszenen von „Star Wars“ sind vorbeifliegende Raumschiffe, Laserwaffen und Explosionen deutlich zu hören. Bereits der erste Film der Reihe, der 1977 unter dem Titel „Star Wars“ erschien und später den Zusatztitel „Eine neue Hoffnung“ erhielt, verwendete Geräusche als wichtiges Mittel zur Gestaltung der Weltraumkämpfe. 

Unter realen Bedingungen blieben solche Vorgänge für einen außenstehenden Beobachter jedoch stumm. Schall entsteht durch mechanische Schwingungen, die sich durch ein Medium wie Luft, Wasser oder einen festen Stoff ausbreiten. Im weitgehend leeren Weltraum fehlen genügend Teilchen, die diese Schwingungen weitergeben könnten. Schallwellen können sich deshalb durch das Vakuum nicht bis zu einem menschlichen Ohr oder einem Mikrofon bewegen. 

Innerhalb eines Raumschiffs ist Schall dagegen möglich. Die Luft in der Kabine überträgt Stimmen, technische Geräusche und Warnsignale. Auch Schwingungen, die sich durch die Konstruktion eines Fahrzeugs ausbreiten, können im Inneren hörbar werden.

Die Geräusche in „Star Wars“ sind somit keine realistische Wiedergabe des Weltraums. Sie erleichtern dem Publikum jedoch die Orientierung und machen Geschwindigkeit, Waffenwirkung und Gefahr unmittelbar verständlich. Der Film vermittelt dadurch ein eindrucksvolles Bild von Raumfahrt, trennt sich bei der akustischen Darstellung aber deutlich von den physikalischen Bedingungen im All.

Quellen

▪ NASA
▪ Europäische Weltraumorganisation ESA
▪ StarWars.com