Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat am 26. Juli 2026 eine neue optische Bodenstation im luxemburgischen Windhof vorgestellt. Die Anlage soll verschlüsselte Datenverbindungen zwischen Satelliten und Bodenstationen erproben. Anders als herkömmliche Funkstationen überträgt sie Informationen mithilfe gebündelten Laserlichts.
Im Mittelpunkt steht die Quantenschlüsselverteilung. Dabei werden Verschlüsselungsschlüssel über Lichtteilchen ausgetauscht. Versucht ein Unbefugter, die Verbindung abzuhören, kann dies grundsätzlich erkannt werden. Das Verfahren soll gemeinsam mit einer zusätzlichen Verschlüsselungstechnik Kommunikationsnetze widerstandsfähiger gegen heutige Angriffe und künftig leistungsfähigere Quantencomputer machen.
Die Station kann schnell vorbeiziehende Satelliten verfolgen und ist Teil eines internationalen Projekts mit Partnern aus Europa, Kanada und Singapur. Als nächster Schritt soll sie eine Verbindung zum Ende 2025 gestarteten Quantensatelliten von SpeQtral und RAL Space herstellen. Geplant ist ein Testnetz zwischen Luxemburg, Belgien und Singapur, das zeigen soll, ob sich quantengesicherte Satellitenkommunikation auch für kommerzielle Anwendungen eignet.
Quellen
- Europäische Weltraumorganisation ESA: „First-of-its-kind optical ground station commissioned in Luxembourg to demonstrate international quantum-secure communications“, 26. Juli 2026
- ESA Connectivity and Secure Communications: „Optical and Quantum“, 26. Juli 2026
