Planet der Affen ist ein 1968 erschienener Science-Fiction-Film unter der Regie von Franklin J. Schaffner. Er basiert auf dem Roman des französischen Schriftstellers Pierre Boulle. Der Film begleitet eine Gruppe von Astronauten, die nach einer langen Raumreise auf einer unbekannten Welt landet. Dort bilden intelligente Menschenaffen die herrschende Gesellschaft, während Menschen eine untergeordnete Stellung einnehmen.
Die unterschiedliche Zeitrechnung der Astronauten und ihrer Umgebung greift die relativistische Zeitdilatation auf. Bei einer Reise mit annähernder Lichtgeschwindigkeit würde für die Besatzung tatsächlich weniger Zeit vergehen als für Menschen auf der Erde. Dieses von Einsteins Relativitätstheorie beschriebene Phänomen ist wissenschaftlich bestätigt. Raumfahrzeuge können die dafür erforderlichen Geschwindigkeiten bislang jedoch nicht erreichen.
Menschen und heutige Menschenaffen besitzen gemeinsame evolutionäre Vorfahren. Eine zukünftige Entwicklung von Menschenaffen zu einer menschlich organisierten Zivilisation lässt sich daraus aber nicht ableiten. Evolution folgt keinem festgelegten Ziel. Die im Film gezeigten sprechenden Menschenaffen mit komplexer Technik, Politik und Wissenschaft sind daher spekulativ.
Planet der Affen verbindet Raumfahrt und Evolution mit gesellschaftlichen Fragen über Macht, Vorurteile und den Umgang mit wissenschaftlichen Erkenntnissen. Der Film nutzt eine fremd wirkende Welt, um die Stellung des Menschen und die möglichen Folgen seines Handelns zu betrachten.
Quellen
▪ American Film Institute
▪ NASA
▪ Smithsonian Institution
