Pentagon veroeffentlicht 41 neue UAP-Akten

Die Psychologin und Psychotherapeutin Jennice Vilhauer hat die möglichen psychischen Folgen der anhaltenden Ungewissheit rund um unidentifizierte anomale Phänomene, kurz UAP, untersucht. Sie gehört dem 2026 eingerichteten UAP Science Advisory Council an, der US-Regierungsstellen wissenschaftlich beraten soll. Vilhauer zufolge kann insbesondere der Eindruck, wichtige Informationen würden zurückgehalten, Misstrauen, Frustration und das Gefühl mangelnder Kontrolle verstärken.

Problematisch könne zudem die wiederholte Erwartung sein, neue Akten, Anhörungen oder Zeugenaussagen würden endlich eindeutige Antworten liefern. Bleiben diese aus, könnten Menschen stärker nach einfachen Erklärungen suchen oder besonders selbstsicher auftretenden Stimmen vertrauen. Untersuchungen zur Kommunikation wissenschaftlicher Unsicherheit zeigen allerdings, dass offen benannte Wissenslücken das Vertrauen nicht zwangsläufig schwächen.

Vilhauer plädiert deshalb dafür, klarer zu erklären, was über UAP bekannt ist, welche Fragen offenbleiben und nach welchen Kriterien Informationen bewertet werden. Der Forschungsrat will UAP-Daten wissenschaftlich untersuchen und Empfehlungen für weitere Forschung erarbeiten.

Quellen
▪︎ Grenzwissenschaft-Aktuell: „UFOs und anhaltende Ungewissheit“, 2. September 2026
▪︎ Scientific American: „The White House goes all in on aliens with new UAP Science Advisory Council“, 2. Juli 2026
▪︎ Proceedings of the National Academy of Sciences: „The effects of communicating uncertainty on public trust in facts and numbers“, 23. März 2020
▪︎ PNAS Nexus: „Transparent communication of evidence does not undermine public trust in evidence“, 7. Dezember 2022