GPS und Galileo sind globale Satellitennavigationssysteme. Beide ermöglichen die Bestimmung von Position, Geschwindigkeit und genauer Uhrzeit. Der wichtigste Unterschied liegt darin, wer die Systeme betreibt und kontrolliert.
GPS gehört den Vereinigten Staaten. Die Satelliten und Bodenanlagen werden von der US Space Force betrieben. Das System wurde ursprünglich für militärische Zwecke entwickelt, stellt aber auch frei nutzbare zivile Signale bereit.
Galileo ist das Satellitennavigationssystem der Europäischen Union und steht unter ziviler Kontrolle. Es soll Europa eine eigene, von anderen Staaten unabhängige Möglichkeit zur Positions- und Zeitbestimmung bieten. Seine ersten Dienste wurden 2016 freigeschaltet.
Beide Systeme funktionieren nach demselben Grundprinzip. Satelliten senden ihre genaue Position und Uhrzeit zur Erde. Ein Empfänger berechnet aus den Laufzeiten mehrerer Signale seinen Standort. GPS-Satelliten umkreisen die Erde in rund 20.200 Kilometern Höhe, Galileo-Satelliten in etwa 23.200 Kilometern Höhe.
Moderne Smartphones und Navigationsgeräte verwenden häufig beide Systeme gleichzeitig. Dadurch stehen mehr Satelliten zur Verfügung, was die Positionsbestimmung besonders zwischen Gebäuden oder in schwierigem Gelände verbessern kann.
Galileo bietet außerdem besondere Dienste, darunter Unterstützung für Such- und Rettungseinsätze und ein öffentliches hochgenaues Signal. Im Alltag erscheinen GPS und Galileo meist nicht getrennt, sondern arbeiten gemeinsam im Hintergrund.
Quellen
▪ GPS.gov: „GPS“
▪ European Space Agency: „What Is Galileo?“
▪ European Union Agency for the Space Programme: „Galileo“
