Ein Komet ist ein kleiner Himmelskörper aus Eis, Staub, Gestein und gefrorenen Gasen, der die Sonne umkreist. Viele Kometen stammen aus den kalten äußeren Regionen des Sonnensystems und gelten als Überreste aus seiner Entstehungszeit vor rund 4,6 Milliarden Jahren.
Fern von der Sonne besteht ein Komet hauptsächlich aus seinem festen Kern. Nähert er sich der Sonne, erwärmt sich das gefrorene Material. Eis geht dabei direkt in Gas über und reißt Staub mit sich. Um den Kern bildet sich eine ausgedehnte Hülle, die sogenannte Koma.
Aus Gas und Staub können schließlich die auffälligen Schweife entstehen. Kometen besitzen häufig einen Staubschweif und einen Ionenschweif aus elektrisch geladenem Gas. Beide werden durch Sonnenstrahlung und Sonnenwind beeinflusst und zeigen deshalb grundsätzlich von der Sonne weg.
Kometen unterscheiden sich von Asteroiden vor allem durch ihren hohen Anteil flüchtiger Stoffe und ihre Aktivität in Sonnennähe. Die Übergänge können jedoch fließend sein.
Für die Forschung sind Kometen besonders interessant, weil ihr Material seit der Frühzeit des Sonnensystems vergleichsweise wenig verändert wurde. Seine Untersuchung liefert deshalb Hinweise darauf, aus welchen Stoffen sich Planeten und andere Körper ursprünglich gebildet haben.
Quellen
▪ Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt: „Kometen“
▪ NASA Science: „Comet Facts“
▪ International Astronomical Union: „Naming of Astronomical Objects“
