Was ist ein Pulsar

Ein Pulsar ist ein schnell rotierender Neutronenstern mit einem starken Magnetfeld. Solche Objekte können entstehen, wenn ein massereicher Stern am Ende seines Lebens als Supernova explodiert und sein Kern zu einem extrem kompakten Neutronenstern zusammenfällt.

Entlang der magnetischen Pole können gebündelte Strahlen elektromagnetischer Strahlung ins All gelangen. Da die magnetische Achse häufig nicht genau mit der Rotationsachse übereinstimmt, bewegen sich diese Strahlen beim Drehen des Sterns durch den Raum. Treffen sie regelmäßig auf die Erde, registrieren Teleskope kurze Pulse. Der Pulsar funktioniert deshalb ähnlich wie ein kosmischer Leuchtturm.

Die Abstände zwischen den Pulsen entsprechen der Rotationsperiode des Neutronensterns. Manche Pulsare drehen sich nur wenige Male pro Sekunde, besonders schnelle Millisekundenpulsare dagegen mehrere Hundert Mal.

Die ersten Pulsare wurden 1967 entdeckt. Ihre auffallend regelmäßigen Radiosignale waren zunächst so ungewöhnlich, dass kurzzeitig sogar eine künstliche Herkunft erwogen wurde. Bald zeigte sich jedoch, dass rotierende Neutronensterne die Signale erzeugen.

Pulsare sind heute wichtige Werkzeuge der Astrophysik. Ihre präzisen Pulse ermöglichen Untersuchungen starker Gravitationsfelder, von Doppelsternsystemen und sogar langwelliger Gravitationswellen.

Quellen
▪ Max-Planck-Institut für Radioastronomie: „Pulsare – Leuchtfeuer im All“
▪ Australia Telescope National Facility: „An Introduction to Pulsars“
▪ NASA Science: „Pulsars“