Beobachtungen mit dem James-Webb-Weltraumteleskop liefern neue Hinweise darauf, wie Schwarze Löcher im jungen Universum ungewöhnlich schnell wachsen konnten. Forschende untersuchten ein Objekt, dessen Licht aus einer Zeit rund 660 Millionen Jahre nach dem Urknall stammt. Die Daten lassen sich mit einem Schwarzen Loch erklären, das von einer extrem dichten und turbulenten Gashülle umgeben ist. Das Team bezeichnet dieses Modell als „Black Hole Star“.
Interessant ist der Fund auch für die rätselhaften „Little Red Dots“, die Webb in großer Zahl im frühen Universum entdeckt hat. Die neue Untersuchung deutet darauf hin, dass zumindest einige dieser kompakten roten Objekte keine gewöhnlichen Galaxien sind, sondern stark verhüllte, schnell wachsende Schwarze Löcher enthalten könnten. Damit würde sich auch erklären lassen, warum einige von ihnen ungewöhnlich hell erscheinen.
Ob sich dieses Modell auf einen größeren Teil der Little Red Dots übertragen lässt, müssen weitere Beobachtungen zeigen. Die Forschenden wollen deshalb vergleichbare Objekte genauer untersuchen und ihre Spektren miteinander vergleichen.
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Quellen
▪︎ Nature: „A gas-enshrouded and gas-reddened black hole at cosmic dawn“, 12. August 2026
▪︎ Massachusetts Institute of Technology: „Astronomers discover a brand-new type of astrophysical object: A black hole star“, 12. August 2026
