Wie entsteht eine Mondfinsternis

Eine Mondfinsternis entsteht, wenn die Erde zwischen Sonne und Mond steht und der Mond durch den Schatten der Erde wandert. Das kann nur bei Vollmond geschehen.

Trotzdem gibt es nicht bei jedem Vollmond eine Finsternis. Die Umlaufbahn des Mondes ist gegenüber der Erdbahn um die Sonne um etwa fünf Grad geneigt. Meist zieht der Vollmond deshalb oberhalb oder unterhalb des Erdschattens vorbei. Nur wenn Sonne, Erde und Mond ausreichend genau auf einer Linie stehen, kommt es zu einer Mondfinsternis.

Astronomen unterscheiden drei Formen. Bei einer Halbschattenfinsternis durchquert der Mond nur den äußeren, schwächeren Teil des Erdschattens. Bei einer partiellen Mondfinsternis gelangt lediglich ein Teil des Mondes in den dunkleren Kernschatten. Bei einer totalen Mondfinsternis befindet sich schließlich die gesamte Mondscheibe im Kernschatten.

Vollständig dunkel wird der Mond dabei nicht. Ein Teil des Sonnenlichts wird durch die Erdatmosphäre gebrochen und erreicht weiterhin seine Oberfläche. Vor allem rötliches Licht gelangt hindurch, während kürzere Wellenlängen stärker gestreut werden. Deshalb kann der Mond während einer totalen Finsternis kupferrot erscheinen.

Im Gegensatz zu einer Sonnenfinsternis lässt sich eine Mondfinsternis ohne besondere Schutzmaßnahmen mit bloßem Auge beobachten.

Quellen
▪ Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt: „Konstellation von Sonne, Erde und Mond bei einer Mondfinsternis“
▪ NASA Science: „Eclipses and the Moon“
▪ timeanddate: „What Are Eclipses and Transits?“