Der Mond benötigt rund 27,3 Tage, um die Erde einmal vollständig zu umrunden. Genauer sind es etwa 27 Tage, 7 Stunden und 44 Minuten. Gemessen wird diese Umlaufzeit relativ zu weit entfernten Sternen.
Diese sogenannte siderische Umlaufzeit darf nicht mit dem Zeitraum zwischen zwei gleichen Mondphasen verwechselt werden. Von einem Vollmond bis zum nächsten vergehen im Durchschnitt etwa 29,5 Tage. Der Unterschied entsteht, weil sich die Erde während eines Mondumlaufs ebenfalls auf ihrer Bahn um die Sonne weiterbewegt. Der Mond muss deshalb noch ein Stück weiterlaufen, bis Sonne, Erde und Mond wieder die gleiche Stellung zueinander erreicht haben.
Auffällig ist, dass der Mond für eine Drehung um seine eigene Achse nahezu genauso lange benötigt wie für seinen Umlauf um die Erde. Dadurch zeigt er uns im Wesentlichen immer dieselbe Seite. Dieses Verhalten wird als gebundene Rotation bezeichnet.
Die Mondbahn ist außerdem nicht vollkommen kreisförmig, sondern leicht elliptisch. Deshalb verändert sich der Abstand zwischen Erde und Mond während eines Umlaufs.
Die oft genannte Angabe von ungefähr 28 Tagen ist somit eine praktische Rundung. Astronomisch genauer beträgt die Umlaufzeit etwa 27,3 Tage.
Quellen
▪ Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt: „Der Mond“
▪ European Space Agency: „The Moon“
▪ Royal Museums Greenwich: „How far away is the Moon?“
