Ein Asteroid ist ein kleiner Himmelskörper aus Gestein, Metall oder einer Mischung verschiedener Materialien, der die Sonne umkreist. Die meisten Asteroiden gelten als Überreste aus der Entstehungszeit unseres Sonnensystems vor rund 4,6 Milliarden Jahren.
Ein großer Teil der bekannten Asteroiden befindet sich im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Dort verhinderten vor allem gravitative Einflüsse des Jupiter, dass sich aus dem vorhandenen Material ein weiterer Planet bilden konnte. Andere Asteroiden bewegen sich dagegen auf Bahnen, die sie in die Nähe der Erde führen.
Asteroiden unterscheiden sich stark in Größe, Form und Zusammensetzung. Viele sind unregelmäßig geformt und von Einschlagkratern bedeckt. Einige bestehen überwiegend aus kohlenstoffhaltigem Material, andere enthalten größere Mengen Silikatgestein oder Metalle wie Eisen und Nickel.
Von Kometen unterscheiden sich Asteroiden vor allem dadurch, dass sie gewöhnlich weniger flüchtige Stoffe enthalten und in Sonnennähe keinen typischen Schweif entwickeln. Kleine Bruchstücke solcher Körper werden als Meteoroide bezeichnet; dringen sie in die Erdatmosphäre ein, können sie als Meteore sichtbar werden.
Für die Forschung sind Asteroiden besonders wertvoll, weil ihr Material Informationen über die frühe Geschichte des Sonnensystems bewahrt. Erdnahe Asteroiden werden außerdem beobachtet, um mögliche Einschlagsrisiken frühzeitig erkennen zu können.
Quellen
▪ Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt: „Asteroiden – Überreste des Baumaterials der Planeten“
▪ NASA Science: „Asteroid Facts“
▪ The Planetary Society: „Asteroids vs comets vs meteorites/meteoroids/meteors“
