Satelliten begleiten den Alltag oft unbemerkt. Landsat beobachtet seit 1972 die Landflächen der Erde. Die gemeinsam von NASA und USGS betriebene Missionsreihe dokumentiert Veränderungen von Wäldern, Städten, Gewässern, Feldern und Brandgebieten über Jahrzehnte hinweg.
Das europäische Copernicus-Programm nutzt die Sentinel-Familie für unterschiedliche Aufgaben. Radarsatelliten erfassen die Erdoberfläche auch nachts und bei Wolken, andere Instrumente untersuchen Vegetation, Ozeane, Eis, Atmosphäre und Meeresspiegel. Meteosat richtet seinen Blick dagegen aus geostationärer Position fortlaufend auf Europa, Afrika und den angrenzenden Atlantik. Die Wetterdaten helfen, Wolkenfelder, Gewitter und andere schnelle Entwicklungen früh zu erkennen.
GPS besteht nicht nur aus Satelliten. Zum amerikanischen Navigationssystem gehören außerdem Kontrollstationen und Empfangsgeräte. Satellitensignale ermöglichen die Bestimmung von Position und Zeit und werden unter anderem in Verkehr, Vermessung, Landwirtschaft, Kommunikation und Stromnetzen genutzt.
Starlink verfolgt ein anderes Ziel. Die von SpaceX betriebene Konstellation aus Satelliten in niedrigen Erdumlaufbahnen stellt Breitbandinternet bereit. Ihre große Zahl und regelmäßige Erweiterung zeigen zugleich eine neue Phase der Raumfahrt: Satelliten werden zunehmend als vernetzte Systeme betrieben. Damit wachsen auch die Anforderungen an Kollisionsvermeidung, sichere Umlaufbahnen und einen verantwortungsvollen Umgang mit dem erdnahen Weltraum.
Quellen:
▪ U.S. Geological Survey und NASA: Landsat Missions und Landsat Overview
▪ Europäische Weltraumorganisation ESA: Copernicus und The Sentinel Missions
▪ Europäische Weltraumorganisation ESA: Meteosat Third Generation
▪ National Coordination Office for Space-Based Positioning, Navigation, and Timing: GPS Overview
▪ Starlink: Satellite Technology und Space Safety
