Gravity Die Gefahr von Weltraumschrott im Erdorbit

Gravity ist ein 2013 erschienener Science-Fiction-Film unter der Regie von Alfonso Cuarón. Im Mittelpunkt stehen zwei Raumfahrer, deren Mission durch eine schnell wachsende Trümmerwolke im Erdorbit gefährdet wird.

Weltraumschrott stellt tatsächlich eine erhebliche Gefahr für Satelliten, Raumfahrzeuge und Besatzungen dar. Ausgediente Satelliten, Raketenstufen und kleinere Fragmente bewegen sich mit hohen Geschwindigkeiten um die Erde. Bereits sehr kleine Teile können bei einem Zusammenstoß schwere Schäden verursachen. Kollisionen können außerdem neue Trümmer erzeugen und dadurch das Risiko weiterer Zusammenstöße erhöhen. Eine sich selbst verstärkende Entwicklung wird als Kessler-Syndrom bezeichnet.

Der Film stellt die Geschwindigkeit und regelmäßige Wiederkehr der Trümmerwolke stark vereinfacht dar. Auch das schnelle Wechseln zwischen dem Hubble-Weltraumteleskop, der Internationalen Raumstation und einer chinesischen Raumstation wäre wegen ihrer unterschiedlichen Umlaufbahnen nicht auf die gezeigte Weise möglich.

Plausibel ist dagegen die Darstellung, dass sich Menschen ohne festen Halt im All nicht einfach abbremsen oder ihre Richtung ändern können. Nach dem Prinzip der Impulserhaltung ist dafür eine Gegenkraft erforderlich, etwa durch Steuerdüsen oder das Abstoßen eines Gegenstandes.

Gravity macht die Gefahren des Erdorbits für ein breites Publikum verständlich. Der Film zeigt, wie abhängig Raumfahrer von Schutzsystemen, präzisen Umlaufbahnen und funktionierender Technik sind.

Quellen
▪ Warner Bros. Pictures
▪ NASA