Neue Methode macht Strukturen im Sonnenwind besser sichtbar

Forschende haben ein neues Verfahren entwickelt, mit dem sich Messungen des Sonnenwinds genauer auswerten lassen. Die am 6. August 2026 vorgestellte Methode wurde unter anderem auf Daten von Solar Orbiter und Parker Solar Probe angewendet. Sie zerlegt die gemessene Geschwindigkeitsverteilung geladener Teilchen mathematisch in einzelne Bestandteile.

Dadurch lassen sich feine Strukturen erkennen, die in den Rohdaten durch Messrauschen teilweise verdeckt werden. Dazu gehören beispielsweise Teilchenströme und Veränderungen, die beim Durchgang von Stoßwellen im Sonnenwind entstehen. Solche Prozesse spielen eine wichtige Rolle für die Frage, wie Energie durch das dünne Plasma zwischen Sonne und Planeten transportiert und verteilt wird.

Das Verfahren könnte künftig dabei helfen, unterschiedliche Regionen und Ereignisse im Sonnenwind besser miteinander zu vergleichen. Die Forschenden wollen die Methode auf weitere Messungen verschiedener Raumsonden anwenden. Damit könnte sich genauer untersuchen lassen, wie sich das Plasma auf seinem Weg durch das Sonnensystem verändert.

Quellen
▪︎ arXiv: „Decomposition of Solar Wind Velocity Distribution Functions with Orthogonal Polynomials“
▪︎ University College London, Mullard Space Science Laboratory: „Solar Orbiter SWA-related Publications“, 2026