Sternbild Adler-Aquila-2

Der Adler gehört zu den auffälligeren Sternbildern des Sommerhimmels. Sein hellster Stern Altair bildet gemeinsam mit Wega in der Leier und Deneb im Schwan das bekannte Sommerdreieck. Dadurch lässt sich Aquila auch von weniger erfahrenen Beobachtern vergleichsweise leicht am Himmel finden. Von Deutschland und Mitteleuropa aus ist das Sternbild vor allem im Sommer und frühen Herbst gut zu beobachten.

Altair ist nur etwa 17 Lichtjahre von der Erde entfernt und gehört damit zu den vergleichsweise nahen hellen Sternen unserer Umgebung. Auffällig sind zwei schwächere Sterne, die fast auf einer Linie mit Altair stehen und bei der Orientierung helfen. Das eigentliche Sternbild erstreckt sich entlang eines besonders sternreichen Bereichs der Milchstraße.

Obwohl der Adler kein Messier-Objekt enthält, liegen innerhalb seiner offiziellen Grenzen mehrere interessante Sternhaufen und Nebel. Dazu gehören die offenen Sternhaufen NGC 6709 und NGC 6755 sowie die Kugelsternhaufen NGC 6749 und NGC 6760. Viele dieser Objekte sind allerdings deutlich anspruchsvoller zu beobachten als Altair und benötigen ein Fernglas oder Teleskop.

Der lateinische Name Aquila bedeutet Adler. Das Sternbild gehört zu den bereits in der Antike bekannten Himmelsfiguren und wird häufig mit der griechischen Mythologie in Verbindung gebracht. Dort galt der Adler als Vogel des Zeus und wurde unter anderem als Träger seiner Blitze dargestellt.

Heute gehört Aquila zu den 88 von der Internationalen Astronomischen Union anerkannten Sternbildern. Seine offizielle Abkürzung lautet Aql. Wie bei allen modernen Sternbildern bezeichnet der Name nicht nur eine gedachte Sternfigur, sondern ein genau festgelegtes Gebiet des Himmels.

Quellen
▪ Internationale Astronomische Union: „The Constellations“
▪ EarthSky: „Aquila the Eagle soars along the Milky Way“
▪ EarthSky: „Summer Triangle: Star pattern of the season“
▪ EarthSky: „Altair and Aquila the Eagle“