In der letzten Juliwoche lohnt sich der Blick nach oben vor allem für Mondfreunde. Auch Planeten und einige Sternschnuppen sind zu sehen – wenn Wolken und Horizont mitspielen.
27. bis 29. Juli: Venus am Abend
Venus erscheint nach Sonnenuntergang als auffallend heller Lichtpunkt tief über dem westlichen Horizont. In Berlin geht sie gegen 22.30 Uhr unter; andernorts können die Zeiten etwas abweichen. Ein Fernglas ist nicht erforderlich.
29. Juli: Vollmond im Südosten
Der Mond erreicht gegen 16.35 Uhr seine Vollmondphase. Zu diesem Zeitpunkt steht er in Deutschland noch unter dem Horizont. Beobachtbar wird er nach seinem Aufgang am Abend im Südosten. In Berlin geschieht das gegen 21.16 Uhr.
30./31. Juli: Zwei Sternschnuppenströme
Die Südlichen Delta-Aquariiden und die Alpha-Capricorniden erreichen ihr Maximum. Die besten Chancen bestehen nach Mitternacht mit Blick nach Süden. Der fast volle Mond überstrahlt jedoch viele schwächere Meteore. Einzelne helle Feuerkugeln bleiben möglich.
Späte Nacht: Saturn und Mars
Saturn steigt bereits vor Mitternacht im Osten auf. Mars folgt nach etwa 1.30 Uhr im Nordosten und ist vor der Morgendämmerung am besten sichtbar.
Geradlinig ziehende Lichtpunkte sind meist Satelliten und keine unbekannten Flugobjekte. Ein dunkler Beobachtungsplatz mit freier Sicht verbessert die Chancen deutlich.
Quellen
▪ American Meteor Society: Meteor Activity Outlook for July 25–31, 2026, veröffentlicht im Juli 2026
▪ Time and Date: Mondphasen, Mondaufgänge und sichtbare Planeten in Berlin, Abrufstand 26. Juli 2026
▪ Royal Observatory Greenwich: Southern Delta Aquariid Meteor Shower 2026, Abrufstand 26. Juli 2026
