ISS Internationale Raumstation

Die Internationale Raumstation ISS ist ein bemannter Forschungskomplex in einer niedrigen Erdumlaufbahn. Sie kreist in ungefähr 400 Kilometern Höhe um unseren Planeten und benötigt für eine Umrundung rund 90 Minuten.

Der Aufbau begann 1998. Die einzelnen Module wurden mit verschiedenen Raketen und dem Space Shuttle ins All gebracht und dort miteinander verbunden. Seit November 2000 ist die ISS ohne Unterbrechung von Menschen bewohnt.

An Bord leben und arbeiten Astronautinnen und Astronauten verschiedener Nationen. Die Station wird von einer internationalen Partnerschaft getragen, zu der die Raumfahrtorganisationen der USA, Russlands, Europas, Japans und Kanadas gehören.

Ihre wichtigste Aufgabe ist die Forschung. In der nahezu schwerelosen Umgebung werden unter anderem biologische Prozesse, das Verhalten von Materialien, medizinische Fragen und neue Raumfahrttechnologien untersucht. Gleichzeitig dient die ISS der Erd- und Weltraumbeobachtung.

Viele Experimente sollen nicht nur Erkenntnisse für das Leben im All liefern. Sie helfen auch dabei, Technologien und Verfahren für künftige längere Missionen zum Mond und zum Mars zu entwickeln.

Die ISS ist damit zugleich Raumstation, Forschungslabor, Testplattform und eines der größten internationalen Kooperationsprojekte der Raumfahrtgeschichte.

Quellen
▪ Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt: „Die internationale Raumstation ISS – Forschung im All mit Nutzen für alle“
▪ European Space Agency: „ISS: International Space Station“
▪ NASA: „International Space Station Facts and Figures“