Wie entstand der Mond

Der Mond entstand wahrscheinlich vor rund 4,5 Milliarden Jahren, als das Sonnensystem noch jung war. Nach der heute führenden Theorie kollidierte die frühe Erde mit einem großen Protoplaneten, der als Theia bezeichnet wird.

Der Zusammenstoß schleuderte gewaltige Mengen an Gesteinsmaterial in eine Umlaufbahn um die Erde. Aus diesen Trümmern bildete sich zunächst eine Scheibe. Durch die gegenseitige Anziehung sammelte sich das Material nach und nach zu größeren Körpern und schließlich zum jungen Mond.

Für diese sogenannte Großkollisionshypothese sprechen verschiedene Beobachtungen. Mondgestein ähnelt in vielen Eigenschaften dem Material der Erde. Gleichzeitig besitzt der Mond im Verhältnis zu seiner Größe nur einen kleinen metallischen Kern. Auch Computersimulationen zeigen, dass eine große Kollision grundsätzlich ein Erde-Mond-System mit den beobachteten Eigenschaften hervorbringen kann.

Vollständig geklärt ist die Entstehung des Mondes dennoch nicht. Forschende untersuchen unter anderem, wie groß Theia tatsächlich war, wo der Protoplanet entstand und wie stark sich sein Material mit dem der jungen Erde vermischte. Neue Analysen von Mondproben liefern dazu weiterhin Hinweise.

Die Grundidee einer gewaltigen Kollision gilt heute als die überzeugendste Erklärung. Wie genau dieses Ereignis ablief, wird jedoch weiter erforscht.

Quellen
▪ Max-Planck-Gesellschaft: „Theia und Erde waren Nachbarn“
▪ Nature: „Origin of the Moon in a giant impact near the end of the Earth’s formation“
▪ Lunar and Planetary Institute: „The Moon’s Formation and Evolution“