Wie helfen Satelliten beim Klimaschutz

Satelliten beobachten die Erde regelmäßig und über große Gebiete hinweg. Ihre Messungen zeigen, wie sich Atmosphäre, Ozeane, Eisflächen, Wälder und Landoberflächen verändern. Dadurch liefern sie wichtige Grundlagen für Klimaforschung und politische Entscheidungen.

Messgeräte im All erfassen unter anderem Kohlendioxid, Methan, Temperaturen, Wolken, Meeresströmungen und den Zustand von Gletschern. Da viele Satelliten über Jahre oder Jahrzehnte Daten sammeln, lassen sich langfristige Entwicklungen erkennen. So kann untersucht werden, wie schnell der Meeresspiegel steigt, wo Eis verloren geht oder welche Regionen sich besonders stark erwärmen.

Satelliten helfen auch dabei, Quellen von Treibhausgasen aufzuspüren. Größere Methan- oder Kohlendioxidemissionen können teilweise aus dem Weltraum erkannt und bestimmten Industrieanlagen, Fördergebieten oder Landschaften zugeordnet werden. Behörden und Unternehmen erhalten dadurch Hinweise, wo Emissionen verringert werden könnten.

Auch Entwaldung und Waldschäden lassen sich mit Satellitenbildern überwachen. Wälder speichern große Mengen Kohlenstoff. Ihr Schutz ist deshalb ein wichtiger Bestandteil des Klimaschutzes.

Satelliten senken die Treibhausgasemissionen nicht selbst. Ihre Daten zeigen jedoch, wo Veränderungen stattfinden und ob beschlossene Maßnahmen wirken. Sie schaffen damit eine möglichst einheitliche und unabhängige Grundlage, um Klimaschutz zu planen, Fortschritte zu überprüfen und internationale Vereinbarungen zu unterstützen.

Quellen
▪ Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt: „Klima“, abgerufen am 4. August 2026
▪ European Space Agency: „ESA Climate Change Initiative“, abgerufen am 4. August 2026
▪ NASA Science: „Climate Change“, abgerufen am 4. August 2026