Die auffälligen Ringe des Saturn bestehen vor allem aus Wassereis. Dazu kommen kleinere Mengen Gestein und Staub. Was aus großer Entfernung wie eine geschlossene Scheibe aussieht, ist in Wirklichkeit ein gewaltiger Schwarm aus unzähligen einzelnen Teilchen.
Diese Ringteilchen unterscheiden sich stark in ihrer Größe. Manche sind kleiner als ein Sandkorn, andere erreichen die Größe von Felsblöcken oder sogar kleinen Bergen. Jedes einzelne Teilchen bewegt sich auf seiner eigenen Umlaufbahn um Saturn.
Das Ringsystem erstreckt sich über Hunderttausende Kilometer, ist dabei aber erstaunlich dünn. Die hellen Hauptringe sind an vielen Stellen nur ungefähr zehn Meter mächtig. Zahlreiche Lücken, Wellen und schmale Teilringe entstehen unter anderem durch die Schwerkraft der Saturnmonde.
Woher das Ringmaterial ursprünglich stammt, ist noch nicht abschließend geklärt. Möglich ist, dass Monde, Kometen oder andere Körper durch Kollisionen oder die starke Gravitation Saturns zerbrochen wurden. Auch über das Alter der Hauptringe wird weiterhin diskutiert.
Dass Eis den größten Teil der Ringe ausmacht, erklärt ihre hohe Helligkeit. Sonnenlicht wird an den zahlreichen Eispartikeln stark reflektiert und macht Saturns Ringsystem schon mit vergleichsweise kleinen Teleskopen sichtbar.
Quellen
▪ European Space Agency: „Saturn’s rings“
▪ NASA Science: „Saturn Facts“
▪ Nature Astronomy: „Are Saturn’s rings actually young?“
