Wie alt ist die Erde

Die Erde ist etwa 4,54 Milliarden Jahre alt. Dieses Alter lässt sich nicht einfach an einem einzelnen Gestein ablesen, denn die Oberfläche unseres Planeten hat sich im Laufe der Erdgeschichte ständig verändert.

Viele sehr alte Gesteine wurden durch Plattentektonik, Vulkanismus und andere geologische Prozesse umgewandelt oder vollständig zerstört. Deshalb untersuchen Forschende nicht nur irdisches Material, sondern auch Meteoriten. Sie entstanden zur gleichen frühen Phase des Sonnensystems wie die Erde und bewahrten teilweise ihre ursprüngliche Zusammensetzung.

Für die Altersbestimmung werden vor allem radiometrische Verfahren eingesetzt. Dabei misst man das Verhältnis bestimmter radioaktiver Isotope zu ihren Zerfallsprodukten. Da bekannt ist, mit welcher Geschwindigkeit diese Isotope zerfallen, lässt sich berechnen, wann ein Mineral oder Gestein entstand beziehungsweise zuletzt stark verändert wurde.

Sehr alte Minerale auf der Erde erreichen Alter von mehr als vier Milliarden Jahren. Meteoriten liefern Werte von rund 4,5 Milliarden Jahren. Auch Mondgestein passt zu diesem Zeitrahmen.

Das Alter von rund 4,54 Milliarden Jahren gilt deshalb als sehr gut abgesichert. Es bezeichnet die frühe Entstehungsphase der Erde innerhalb des jungen Sonnensystems und nicht einen einzelnen klar bestimmbaren „Geburtstag“ unseres Planeten.

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Quellen
▪ U.S. Geological Survey: „Geologic Time: Age of the Earth“,
▪ National Park Service: „Age of the Earth“
▪ U.S. Geological Survey: „Powell Expedition—Geologic Time. Then and Now.“