Was war der Roswell-Zwischenfall

Der Roswell-Zwischenfall begann im Juli 1947, als auf einer Ranch nahe Roswell im US-Bundesstaat New Mexico ungewöhnliche Trümmer gefunden wurden. Angehörige des nahe gelegenen Militärflugplatzes sammelten das Material ein.

Am 8. Juli erklärte die Pressestelle des Militärs zunächst, ein „fliegendes Objekt“ geborgen zu haben. Noch am selben Tag wurde diese Darstellung zurückgenommen. Stattdessen präsentierte das Militär Teile eines Wetterballons. Der schnelle Wechsel der Erklärungen trug wesentlich zu späteren Spekulationen bei.

Nach Untersuchungen der US Air Force gehörten die Trümmer wahrscheinlich zum damals geheimen Project Mogul. Dabei wurden Ballons mit Messgeräten eingesetzt, um mögliche sowjetische Atomtests zu erkennen. Weil das Programm geheim war, konnte sein tatsächlicher Zweck 1947 nicht öffentlich genannt werden.

Erst Jahrzehnte später verbreiteten sich Berichte, nach denen ein außerirdisches Raumschiff abgestürzt und seine Besatzung geborgen worden sei. Für solche Behauptungen fanden Untersuchungen der US-Regierung keine überprüfbaren Belege. Das gilt auch für die Behauptung, dass Area 51 mit diesen Vorfällen in Verbindung stand. Spätere Erzählungen über angebliche Körper könnten teilweise durch Erinnerungen an militärische Tests mit menschenähnlichen Fallpuppen beeinflusst worden sein. Diese Versuche fanden allerdings erst einige Jahre nach dem ursprünglichen Ereignis statt.

Gesichert sind der Fund von Trümmern und die widersprüchliche Informationspolitik des Militärs. Ein außerirdischer Ursprung ist nicht belegt.