Neue Studie untersucht moegliche Eisformationen auf Europa

Eine am 11. August 2026 veröffentlichte Studie liefert neue Hinweise darauf, wie sich die Oberfläche des Jupitermondes Europa unter bestimmten Bedingungen verändern könnte. Forschende untersuchten mit Computermodellen, ob durch die Verdampfung von Eis scharfkantige, klingenartige Strukturen entstehen können. Solche sogenannten Penitentes sind von der Erde bekannt, ihre mögliche Existenz auf Europa ist jedoch bislang nicht nachgewiesen.

Die Berechnungen zeigen, dass die Entwicklung solcher Formen stark von den thermischen Eigenschaften des Oberflächeneises abhängt. Bei geringer Wärmeleitfähigkeit könnten Unebenheiten wachsen, während andere Bedingungen eher zu einer Glättung der Oberfläche führen. Das Ergebnis ist besonders für kommende Untersuchungen des eisigen Mondes interessant, weil die tatsächliche Beschaffenheit Europas im Metermaßstab noch weitgehend unbekannt ist.

Die Modelle sollen künftig helfen, hochauflösende Beobachtungen der NASA-Sonde Europa Clipper und der ESA-Mission Juice einzuordnen. Beide Raumsonden sollen Europa während ihrer Untersuchungen des Jupitersystems aus der Nähe beobachten und neue Informationen über seine Eiskruste liefern.

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Quellen
▪︎ Journal of Geophysical Research: Planets: „Surface Stability Predictions of Sublimating Ice-Covered Worlds via the Optimization of Surrogate Neural Networks: Application to Europa“, 11. August 2026
▪︎ NASA: „Europa Clipper“, 14. Oktober 2024